Staus und Wartezeiten

Das totale Verkehrschaos in Suhr – Auslöser ist das neue Verkehrsregime

Wegen der neue Verkehrsführung beim «Kreuz» kam es heute Freitag zu Stauzeiten von bis einer halben Stunde.

Bauarbeiter berichten, sie hätten noch nie so viel Hupen gehört. Automobilisten sind sichtlich entnervt, machen teilweise waghalsige, verbotene Abbiegemanöver. Ein Angestellter des Verkehrsdienstes muss bei der Ampel notfallmässig eingreifen, damit der Verkehr etwas schneller läuft.

Der Verkehr durch Suhr brach am Freitag nahezu zusammen: Eine Autofahrerin aus dem Wynental berichtete, sie sei kurz vor 14 Uhr zwischen Gränichen «Töndler» und dem «Rundhaus» 21 Minuten im Stau gestanden. Ein Chauffeur brauchte für die Fahrt vom «Bären» zum «Kreuz» eine Viertelstunde. Das Radio meldete: «Suhr grossräumig umfahren!»

Warum das Chaos? Am Freitagmorgen wurde das Verkehrsregime «Kreuz» umgestellt. Bekannt war, dass es für die Verkehrsteilnehmer aus dem Wynental ein Linksabbiegeverbot gibt. LKW-Chauffeure müssen eine Zusatzschlaufe über den Kreisel beim Möbel Pfister machen.

Überraschend gab es dann aber auch ein Rechtsabbiegeverbot – für den Autoverkehr aus Westen Richtung Wynental. Automobilsten, die Richtung Gränichen wollen, müssen in Oberentfelden Richtung «Weltimatt» abzweigen. Oder den Umweg über den «Pfister-Kreisel» nehmen – wie die Lastwagen.

Zwischen der «Bernstrasse West» und dem Bahnübergang gibt es nur noch eine Fahrspur – für beide Richtungen. Und diese wird immer wieder durch die Bahnschranke unterbrochen (Schliessungszeit jeweils zwei Minuten). Vier Personenzüge pro Stunde (dazu kommen die Güterzüge). Wer Pech hat, steht bis zu sechs Minuten vor dem Bahnübergang («Kreuz»-Signal rot und Schranke unten). Darum der Rückstau bis Gränichen.

Die Suhrer Mega-Baustelle dauert anderthalb Jahre. Das am Freitag eingeführte Regime bis im November – also weit über die relativ verkehrsarme Frühlingsferienzeit hinaus. Das braucht Nerven!

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