Aarau

Das Stadtmuseum hatte in acht Monaten 20000 Besucher

Das Stadtmuseum erfreut sich grosser Beliebtheit, bei den Besuchern und bei den Architekten.

Das Stadtmuseum erfreut sich grosser Beliebtheit, bei den Besuchern und bei den Architekten.

Museumsleiterin Kaba Rössler ist sehr zufrieden. Die Erwartungen sind in den ersten acht Monaten bei weitem übertroffen worden. Grosse Attraktion war die Demokratie-Ausstellung.

So viele Besucher waren gar nicht budgetiert. Die Erwartungen von jährlich 10 000 Besuchern wurden von Kritikern auch schon mal als Hirngespinst abgetan. Doch nun stellt die Museumsleiterin Kaba Rössler mit Genugtuung fest, dass nach den ersten 6000 Besucherinnen und Besuchern, die im April die Neueröffnung feierten, rund 20 000 dazukamen. 170 Führungen wurden gebucht, 40 Trauungen vollzogen, 60 Veranstaltungen durchgeführt und sechs Vernissagen gefeiert. Kaba Rössler ist rundum zufrieden, zumal das Stadtmuseum vom Heimatschutz zu den 50 schönsten Museen der Schweiz gezählt wird und die Silbermedaille des Schweizerischen Architektur-Awards erhalten hat. «Das neue Haus hat sich als Institution, die zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, zwischen Bevölkerungsgruppen und Generationen vermittelt, bestens positioniert», erklärt Rössler. Teilhabe und Mitwirkung seien nicht nur Leitmotiv des Museums, sondern mit konkreten Projekten und Ansätzen bereits in den ersten Monaten realisiert worden. Der programmatische Bogen reichte von lokaler und regionaler Verankerung, zum Beispiel mit «Tatort Stadt» oder dem Beitrag zum 1415-Jubiläum «S neue Aargauerlied», über die Hausdurchquerung der Gigathleten bis hin zur Präsentation von Filmen über Integration und Migration.

Mit Schwung ins zweite Jahr

«Natürlich hoffen wir, den Schwung der ersten Monate ins nächste Jahr hinüber nehmen zu können», sagt die Museumsleiterin. Beim Aufschluss Meyer- Stollen sei das auch gelungen, ohne grosses Werbebudget und zum Grossteil mit Mundpropaganda.

Ihr Team freue sich auf das zweite Museumsjahr. Das Programm solle das Haus zu einem Ort der Begegnung machen. «Neu werden wir Führungen durch Personen verschiedener ethnischer Herkunft anbieten, weil uns die Erschliessung des Museums für nicht deutschsprachige Gäste wichtig ist», sagt Rössler.

Ende April wird der vier Meter hohe Meridiankreis, den die Firma Kern 1864 an die neue Sternwarte der ETH Zürich lieferte und der Vermessung der Sternpositionen diente, nach fünf Jahrzehnten wieder aufgebaut. «Ein astronomisches Glanzstück», meint Kaba Rössler. Im Mai wird das Stadtmuseum zum zweiten Mal Zentrum des One-Minute-Film-Festivals sein. (Kel)

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