Ein wichtiger Schritt ist geschafft. Aber jetzt beginnt der Chrampf. Vor allem für diejenigen, die etwas wollen – die Stadion-Befürworter. Sie benötigen ein doppeltes Ja: erstens zur Finanzierung (dem 17-Mio.-Kredit) und zweitens zur Querfinanzierung (den vier Hochhäusern). Dabei dürfte die Zustimmung zu den Wohntürmen schwerer zu bekommen sein.

Eine hohe Hürde ist bereits der Einwohnerratsentscheid vom 26. August. Es gibt in linksgrünen Kreisen viele Bedenken gegenüber dem Hochhaus- Quartier. Aber auch im bürgerlichen Lager sind längst nicht alle für das Stadion in der vorliegenden Form.

Ob die Bedenkenträger Oberhand bekommen werden? Ein Nein zu den Hochhäusern würde einen Scherbenhaufen hinterlassen. Die Stadionplanung müsste bei Null beginnen. Und es bestünde die Gefahr, dass der FC Aarau implodieren würde, weil wichtige Sponsoren ihr Interesse am Verein verlieren dürften.

Das Gleiche würde passieren, wenn der Aarauer Souverän am 24. November, dem voraussichtlichen Abstimmungstermin, Nein sagen sollte. Hier besteht das Problem darin, dass nicht die Agglomeration mit ihren vielen Fussballfans entscheidet, sondern die Stadt, in der der FCA nicht nur Freunde hat.

Gut ist, dass der Tag des Entscheids jetzt absehbar ist. Dass die Stadion-Befürworter und -Gegner bald Farbe bekennen können.

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