Erlinsbach

Das St-Laurenzen-Kafi bei Erlinsbach wünschte sich die Bevölkerung

Die Schwestern Elisabet-Maria, Mirjam und Johanna (von links) im Klosterladen von St. Laurenzen. HR

Die Schwestern Elisabet-Maria, Mirjam und Johanna (von links) im Klosterladen von St. Laurenzen. HR

Die Clara-Schwestern eröffnen am kommenden Samstag, 6. April, eine Cafeteria. Das St. Laurenzen-Kafi wird an Samstagnachmittagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet sein. Im Sommer auch unter freiem Himmel.

Das St-Laurenzen-Kafi entspreche einem immer wieder geäusserten Bedürfnis aus der Bevölkerung, sagt Schwester Elisabet-Maria: Nächsten Samstag, 6. April, wird es eröffnet.

Die fünf Schwestern des Ordens der heiligen Clara von Assisi haben das ehemalige Krankenheim Laurenzenbad am Fusse der Ramsflue im August 2011 bezogen. Seither bewohnen die Schwestern das ehemalige Personalhaus, während das einstige Hauptgebäude aus dem 19. Jahrhundert renoviert und als Gästehaus angepasst wird.

Dabei darf die klösterliche Gemeinschaft auf viel Wohlwollen in der Region und auf tatkräftige weltliche Hilfe zählen. So ist in anderthalb Jahren das Ferienhäuschen «Stöckli Margareta» für Grossfamilien oder Gruppen entstanden. Im Stöckli Juventus können Gäste, Wanderer oder Biker «Übernachtung mit Frühstück» beanspruchen.

Auch Susanne Hochuli war hier

«Wir führen gemäss unserer Ordensregel ein Leben in Gebet und Zurückgezogenheit, stehen aber immer auch in einer offenen Verbundenheit mit den Menschen der Umgebung», betont Schwester Elisabet-Maria. Das Laurenzenbad eignet sich deshalb hervorragend für Tagungen, Kurse, für ruhige Retraiten in Gottes freier Natur oder für gesellschaftliche Anlässe.

Die Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli zum Beispiel war im Laufe ihres abgelaufenen Landammann-Jahres mit Teilen ihres Departementes gleich drei Mal zu Gast in St. Laurenzen. Einheimische Jäger lassen sich hier zum Aser nieder, der Erlinsbacher Gemeinderat war bereits vor Ort und die Gemeindeammänner-Vereinigung des Bezirks Aarau hielt in dieser idyllischen Oase der Ruhe ihre Jahresversammlung ab.

Diese Durchlässigkeit und die Funktion als «Ort der Begegnung» wird nun durch die Eröffnung einer Cafeteria unterstrichen. Von 14 bis 17 Uhr können Besucherinnen und Besucher Getränke (darunter auch eine Teemischung von Schwester Johanna nach streng geheimem Rezept) und Torten oder Kuchen aus der Klosterbäckerei (das Reich von Schwester Veronika) geniessen, im Sommer auch unter freiem Himmel.

Einnahmen für Sanierung

Offen ist das St. Laurenzen-Kafi vorläufig an jedem Samstagnachmittag. Den Schwestern steht für den Service ein Team von Freiwilligen zur Seite, nämlich Cécile Hunn, Martha Rickli sowie Gertrud und Christine von Däniken. Damit ist es möglich, dass die Einnahmen laut Schwester Mirjam «sozusagen als Bausteine für die weitere Sanierung des Gebäudes beitragen».

Bereits in Betrieb ist der Klosterladen. Hier offenbaren die Clara-Schwestern in der schlichten dunkelbraunen Ordenstracht ihr kunsthandwerkliches Geschick, zum Beispiel mit prächtigen Ikonen, Weihwassergefässen oder Rosenkränzen.

Besichtigen kann man auf Voranmeldung auch die Laurenzenquelle, ein Angebot, das vor allem von der Erlinsbacher Schülerschaft mit Interesse angenommen wird. «Für den Blick auf das Heilwasser ist allerdings eine sportliche Figur entscheidend, muss man doch über eine Eisenleiter in die Grotte hinuntersteigen», erklärt Schwester Elisabet-Maria.

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