Aarau

Das Pestalozzi-Schulhaus soll für 23 Millionen Franken saniert werden

Visualisierung: So soll das Pestalozzi-Schulhaus nach der Erneuerung aussehen.

Visualisierung: So soll das Pestalozzi-Schulhaus nach der Erneuerung aussehen.

Der Aarauer Einwohnerrat befindet im September über den Baukredit, danach entscheidet das Volk. Es geht um 23 Millionen Franken.

Die Erneuerung des Pestalozzi-Schulhauses ist aus mehreren Gründen nötig. Dies geht aus dem jetzt verabschiedeten Bericht des Stadtrats an den Einwohnerrat hervor. Einerseits, um «das Gebäude für weitere 30 bis 50 Jahre gebrauchstauglich zu machen», und andererseits, um den «viel zu hohen Energieverbrauch zu senken». Zudem würden die neuen Unterrichtsformen Anpassungen in den Klassenräumen und der Infrastruktur erfordern.

Aus diesem Grund ersuchten der Schulvorstand und die Schulleitung der im Pestalozzi-Schulhaus ansässigen Handelsschule KV Aarau im September 2009 beim Stadtrat um eine Projektierungsaufnahme. Dieser hat daraufhin dem Stadtbauamt den Auftrag gegeben, einen Wettbewerb für das Projekt «Pestalozzi-Schulhaus» auszuschreiben. Als Sieger ging das Zürcher Büro B.E.R.G. Architekten GmbH hervor.

Energetische Verbesserungen

Das Siegerprojekt «überzeugt durch den respektvollen Umgang mit der bestehenden Bausubstanz, die präzise Umsetzung denkmalpflegerischer und energetischer Aspekte und durch die angemessenen baulichen Massnahmen, welche den Bedürfnissen der Schule in besonderem Masse entsprechen», hält der Bericht fest. Doch was wird jetzt bei den Bauarbeiten gemacht?

Die Eingangshalle des Gebäudes wird geöffnet und soll so zum Aufenthaltsort und Treffpunkt für die Schülerinnen und Schüler werden. Die Räumlichkeiten der Verwaltung werden neu im Mitteltrakt zusammengefasst, um die internen Abläufe zu optimieren. Die Schulzimmer werden technisch aufgerüstet und erhalten neue Bodenbeläge und Decken. In der Aula wird zudem die originale Stuckaturdecke aus dem 19.Jahrhundert wieder freigelegt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Bauarbeiten sind die energetischen Massnahmen, denn das Pestalozzi-Schulhaus verbraucht momentan viel zu viel Energie. Aus diesem Grund werden die Fenster neu dreifach verglast und die nicht gedämmten Bereiche der Fassaden mit einer Vakuumdämmung versehen. Zudem soll auch der Energiebedarf des Lüftungssystems um 20 Prozent gesenkt werden.

Vorplatz statt Parkplatz

Das Projekt der B.E.R.G. Architekten GmbH sieht auch Veränderungen ausserhalb des Gebäudes vor. So werden die Parkplätze vor dem Eingang zu einem einladenden Vorplatz mit Sitzgelegenheiten umfunktioniert.

«Dadurch wird das Gebäude seine städtebauliche Präsenz wieder ausstrahlen», wie der Bericht festhält. Als Ersatz für die Parkplätze vor dem Eingang werden die auf der Ostseite des Gebäudes vorhandenen Parkplätze vorgesehen.

Diese waren bisher ausschliesslich für die Schule reserviert, werden nun aber der Öffentlichkeit als Kurzzeitparkplätze zur Verfügung gestellt. Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, wird die Erneuerung von der Denkmalpflege finanziell unterstützt (Finanzierung siehe Box rechts).

Der Einwohnerrat wird am 19.September über den Baukredit befinden, ehe die Vorlage am 21.November vors Stimmvolk kommt. Läuft alles nach Plan, beginnen die Bauarbeiten in den Sommerferien 2012 und dauern bis 2014. Während der gesamten Bauzeit soll der Schulbetrieb nicht beeinträchtigt werden.

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