Aarau gibt sich nicht mit einem gewöhnlichen Neujahrsanlass mit Cüpli, Orangensaft und Salzstängeli zufrieden. Seit Neujahr 2000 organisiert ein Komitee am 1. Januar einen Empfang mit Pfiff: Vor der offiziellen Feier im Kultur- und Kongresshaus spielen Aarauerinnen und Aarauer Gastgeber und laden die Bevölkerung auf ihre Terrassen und in Wohnungen ein, in Gemeinschaftsräume und Vereinslokale. Darbietungen ohne Kommerz, dafür mit Herz und Charme.

Ein provokatives Motto

Das Motto für den Neujahrsempfang 2014 hat das Komitee am Freitagmorgen bekannt gegeben: «Aarau geht fremd.» Ein provokativer Titel, dessen ist sich das Komitee um Stadtrat Michael Ganz bewusst. «Aber auch einer, der Platz für extrem viele Möglichkeiten lässt», sagt Ganz. «Der Aarauer Neujahrsempfang ist etwas Spezielles, etwas Einmaliges. Und diesmal schmücken wir ihn mit fremden Federn.»

Das Komitee erhofft sich Seitensprünge in Unbekanntes, Neues und Fremdartiges. Das Fremde kann direkt vor der Haustüre liegen: Ein Stück Aarau vielleicht, das den meisten fremd ist. Oder vielleicht hat jemand fremde Schätze im Keller, Bilder von Reisen, ungewöhnliche Musik? «Der Fokus soll nicht nur auf Ausländisches gerichtet sein, die Darbietungen und Ideen können auch schweizerisch skurril oder aussergewöhnlich sein», sagt Fabio Mazzara.

Wer den Aarauerinnen und Aarauern am Neujahrstag zwischen 16 und 18.30 Uhr etwas Fremdes zeigen möchte, kann sich bis zum 11. November bei der Neujahrskommission melden. Der Flyer mit Informationen und Anmeldetalon wird Ende nächster Woche an alle Haushalte verschickt.