Auf dem Aarauer Stadtbauamt liegt noch bis zum Montag ein Gesuch auf für den Abriss der Ofenlinie 2 im Krematorium «Rosengarten». Mit dem «Bestatter» hat das allerdings nichts zu tun. Vielmehr gehe es darum, die alte Anlage, die mit fast 40 Jahren «ihr Lebensende erreicht hat und die geltenden Vorschriften nicht erfüllt», endlich zu ersetzen», sagt Claudia Vosti Kuhn, Projektleiterin bei der städtischen Sektion Hochbau.

Im Krematorium Rosengarten gibt es zwei Öfen: Einen neueren Gas-Etagenofen mit Rauchgas-Reinigung, der vor 15 Jahren eingebaut wurde. Und einen Elektroofen, der über keine Rauchgasreinigung verfügt. «Betrieben wird das Krematorium aber einzig mit dem Gas-Etagenofen; der Elektroofen kann nur in Notfall und mit einer kantonalen Ausnahmebewilligung eingesetzt werden», sagt Vosti Kuhn. Das könnte beispielsweise sein, wenn der Gas-Etagenofen ausfällt.

Wenn das Abrissgesuch rechtskräftig bewilligt wird, passiert dennoch vorerst nichts. Vosti: Abgerissen wird die alte Ofenlinie erst, wenn auch der Baukredit für den Ersatzneubau bewilligt ist.» Einen Ersatzneubau braucht es, um einen langfristig wirtschaftlichen Kremationsbetrieb zu gewährleisten: «Die heutige, stark ausgelastete Anlage wird dann als Ersatzofen genutzt», sagt Vosti Kuhn. «Wenn sie weniger gebraucht wird, hält sie länger und Totalausfälle bei Revisionen werden vermieden.»

Betriebsaufnahme Ende 2017
Noch wird es aber eine Weile dauern, bis der Neubau realisiert werden kann, auch wenn die Planung – der Projektierungskredit war Bestandteil des Budgets 2015 – weit fortgeschritten ist. Claudia Vosti rechnet damit, dass etwa im Mai der Baukredit im Einwohnerrat verhandelt werden könnte. Im Finanzplan sind 3,5 Mio. Franken vorgesehen.

Ist der Kredit bewilligt, muss das Baugesuch für den Neubau ausgearbeitet, aufgelegt und schliesslich bewilligt werden. «Ende 2017 sollte die neue Ofenlinie in Betrieb gehen, so ist es jedenfalls geplant», sagt Claudia Vosti Kuhn. Aussen am denkmalgeschützten Gebäude wird man übrigens nichts sehen, die Bauarbeiten beschränken sich auf das Gebäudeinnere.