Aarau

Das Kreuzplatz-Opfer war ein Kirchenpfleger

Links der Unfallort am Kreuzplatz, wo der Kirchenpfleger verunglückte. Rechts der bereits renovierte Turm der Stadtkirche.

Links der Unfallort am Kreuzplatz, wo der Kirchenpfleger verunglückte. Rechts der bereits renovierte Turm der Stadtkirche.

Die Gestaltung des Kirchenraums der Stadtkirche ist noch nicht beschlussreif. Die letzte Kirchenpflegesitzung war überschattet vom tragischen Tod des Geschäftsleiters.

Das Projekt zur Kirchenraumgestaltung der Stadtkirche wird nicht wie ursprünglich geplant der Kirchgemeindeversammlung vom 18. Juni zum Beschluss unterbreitet. Die Kirchenpflege benötige für die Planung und die Kommunikation des Projekts mehr Zeit als ursprünglich angenommen, erklärt David Reichart, Kirchenpfleger und Präsident der Projektgruppe. Auch auf eine gestern anberaumte Informationsveranstaltung wird deshalb verzichtet.

Am gleichen Tag, an dem die Kirchenpflege das Geschäft behandelte, erreichte sie die traurige Nachricht, dass Kirchenpfleger und Geschäftsführer Markus Stopper beim tragischen Unfall am Kreuzplatz ums Leben gekommen ist. Der Vater dreier Kinder war am 13. Mai mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, als er von einem Lastwagen erfasst wurde.

Markus Stopper hatte zuvor als Kirchenpfleger das Ressort Finanzen geführt. Letztes Jahr übernahm er die Vertretung von Aarau in der Synode und trat am 1. Dezember 2013 seine neue Aufgabe als Geschäftsleiter der Kirchgemeinde Aarau an. Diese Funktion war innerhalb der reformierten Kirche Aarau neu geschaffen worden.

«Er hat sich innert kürzester Zeit viel Anerkennung und Wertschätzung bei den Teamkollegen und den ihm unterstellten Mitarbeitenden erworben und die Kirchenpflege stark entlastet», schrieb die Kirchenpflege in der Zeitung «reformiert». Ein Ausschuss mit Frank Gantner, Jean Marc Legler und David Reichart organisiert die notwendigsten Arbeiten, die bisher vom verstorbenen Geschäftsleiter erledigt wurden.

Das Projekt der Innenraumgestaltung der Stadtkirche kam jedoch schon vorher schleppend voran. Bei einem ersten Projekt fühlten sich die Kirchgemeindemitglieder übergangen. Anfang Dezember wurde der Kirchgemeinde ein neues Konzept vorgestellt. Dieses wurde im Grundsatz mit grossem Mehr genehmigt und hätte am 18. Juni zur Kreditabstimmung gelangen sollen. (Kel)

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