«Das Klima bleibt die grösste Sorge»

Merken
Drucken
Teilen

SP-Nationalrätin Gabriela Suter präsidiert die Kantonalpartei. Sie erklärt das Wahlziel.

Frau Suter, welcher Wähleranteil und wie viele Sitze sind Ihr Ziel im Grossen Rat?

Gabriela Suter: Wir wollen zweitstärkste Kraft im Grossen Rat bleiben, unsere Sitze mindestens halten, möglichst etwas zulegen.

Sie legten vor vier Jahren auf 19 Prozent zu. Ist Ihr Ziel nicht etwas zu defensiv?

Für mich ist klar: Wir sind eine 20-Prozent-Partei. Bei den Nationalratswahlen legten wir im Aargau ebenfalls zu, gegen den nationalen Trend. Natürlich wollen wir unseren Schwung behalten und verstärken.

Die Klimadebatte bringt doch Stimmen, oder gehen alle zu Grünen und GLP?

Eine Tür-zu-Tür-Umfrage hat uns soeben gezeigt, dass das Klima immer noch die grösste Sorge der Menschen ist. Danach kommt Corona. Auf beides haben wir die richtigen Antworten.

Welche sind das?

Wir haben uns für all jene eingesetzt, die in der Covid-19-Verordnung durch die Maschen fielen, insbesondere auch für Selbstständigerwerbende mit Kleinstfirmen. Wir verlangen einen kantonalen Mindestlohn, damit systemrelevante Arbeit anständig entlöhnt wird. Wir wollen gleiche Bildungschancen für alle, auch unter Coronabedingungen. Und wir setzen uns enorm fürs Klima ein.

Was ist folglich Ihr grösstes Projekt im Aargau?

Wir fordern ein Impulsprogramm und Kredite für Firmen, die in Klimaschutzprojekte investieren. Der Aargau soll bei der Transformation von fossil zu erneuerbar Vorreiter sein. Das gibt auch neue Arbeitsplätze.

Welches war im Aargau der grösste Erfolg in vier Jahren?

Unsere Wahlgewinne, zudem wurde unser hartnäckiger Einsatz für mehr Prämienverbilligungen teilweise belohnt.

Der grösste Misserfolg?

Der Verlust unseres Ständeratssitzes im Jahr 2019.

Behindert Corona den Wahlkampf?

Unsere Kandidierenden sind auf der Strasse präsent, trotz Corona. Aber die Leute sind schon etwas zurückhaltender.

Warum soll man SP wählen?

Weil wir uns wie keine andere Partei für die ökologische und soziale Gerechtigkeit und Solidarität einsetzen. Alle sollen im Aargau würdige Lebens- und Arbeitsbedingungen haben. (mku)

Die AZ bringt eine kleine Serie zu den Grossratswahlen. Täglich (ausser am Montag) wird eine Partei vorgestellt. Am kommenden Dienstag folgt die FDP.