Das Neubauprojekt KIFF 2.0 ist auf Kurs: «Am kommenden Montag fällt der Startschuss für den öffentlich ausgeschriebenen Architekturwettbewerb», heisst es in einer Medienmitteilung. Wenn alles rund läuft, kann das neue KIFF im Herbst 2023 eröffnet werden. In den letzten Monaten ist das Wettbewerbsprogramm erstellt worden. Dieses beinhaltet neben einem detaillierten Raumprogramm auch viele Hintergrundinfos zum Kulturbetrieb in der Telli und zum Geist des jetzigen KIFF sowie die Vision des zukünftigen KIFF-Betriebs im neuen Gebäude.

Im finalen Raumprogramm ist unter anderem festgeschrieben, dass neben den beiden modulablen Konzertsälen für 300 und maximal 1000 Zuschauer auch eine «den Veranstaltungsbetrieb ergänzende Gastronomie», ein öffentliches Restaurant im Bistro-Stil, geplant werden muss. Und es sollen in das Projekt Kulturproduktionsräume integriert werden. Ob die Ateliers und Musikproberäume dann auch realisiert werden können, wird sich später bei der Frage der Finanzierung weisen.

Für die Initianten sind die Kulturproduktionsräume eines der Herzstücke des Projekts. «Im neuen KIFF sollen nicht nur Live-Konzerte, Kulturveranstaltungen und Partys stattfinden, sondern weiterhin auch Musik, Kunst und Kultur entstehen können», heisst es in der Medienmitteilung. Die Nachfrage nach langfristig nutzbaren Kulturproduktionsräumen bestehe in der Region Aarau seit längerem.

Siegerprojekt im Herbst

In einem ersten Schritt werden jetzt Architekten gesucht, die Grobideen für das Projekt präsentieren können. Im Frühling wird dann eine Fachjury rund zehn Architekturbüros, davon zwei Nachwuchsbüros, auswählen, die ihre Ideen ausarbeiten können. «Im September 2019 wird das Siegerprojekt gekürt und der Öffentlichkeit vorgestellt», heisst es.

Für die Initianten ist klar: «Die Aufgabe wird für die Architekturbüros eine anspruchsvolle Herausforderung darstellen, da es in der Schweiz bis anhin nur wenige vergleichbare Projekte in diesem Umfang gab.» Finanziert wird die Planung durch Beiträge des Kantons und der Stadt (je 220 000 Franken).

Vieles ist im jetzigen Planungsstadium noch unklar. So auch das Investitionsvolumen. Aber es dürfte über zehn Millionen Franken liegen. Fest steht: Es wird kein neues Parkhaus geben. Fest steht weiter: Es wird der Verein KIFF sein, der baut – nicht die Stadt. Und klar ist: Das Land bleibt im Besitz von Georg Kunath (Immotelli AG). Die Initianten hoffen, die durch den Neubau entstehenden Mehrkosten dank der höheren Kapazität – mehr Besuchern – einspielen zu können.