Das Kantonsspital Aarau will bis in ein paar Jahren ein komplett neues Hauptgebäude (Haus 1) bauen. Die Planung dazu läuft, die erste Stufe des Architekturwettbewerbs wird derzeit abgeschlossen.

Vor 2024 wird das Gebäude wohl nicht stehen. Und dennoch zeigen sich bereits erste Vorboten – nicht nur durch Abriss- und Verschiebungs-Baugesuche für bestehende Gebäude (AZ berichtete) im Baufeld. Sondern nun auch durch den Grundsatzentscheid, dass die Physio- und Ergotherapie nicht Teil des neuen Hauptbaus werden soll.

Das Kantonsspital teilte gestern mit, dass die beiden Bereiche in einem Neubau neben dem Mitarbeiter-Parkplatz angesiedelt werden sollen. Er ersetzt Haus 14, in dem heute die Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG) untergebracht sind.

«Auslagerung sinnvoll»

Gemäss einer Machbarkeitsstudie sei eine Auslagerung in ein eigenes Gebäude sinnvoll, schreibt das KSA. «Wir planen den Bau eines neuen Therapiezentrums für unsere Physio- und Ergotherapie für Kinder und Erwachsene und legen diese verwandten Disziplinen zusammen», erklärt KSA-CEO Robert Rhiner.

Damit könnten Synergien zwischen diesen beiden Fachrichtungen genutzt und Prozesse optimiert werden. Das vierstöckige Gebäude kommt ausserdem nahe der Bushaltestelle und direkt neben dem Parkhaus zu liegen, was für gehbehinderte Patienten, die ja nicht selten Physio- oder Ergotherapie brauchen, ein Vorteil ist.

Insgesamt nutzen am Kantonsspital jährlich zirka 90 000 Patientinnen und Patienten diese beiden Therapieformen.

«Das Projekt wird mit einem Budget von rund 9 Millionen Franken veranschlagt und ist Teil der Investitionen für den Neubau», heisst es weiter in der Medienmitteilung. Dieser soll rund 600 Millionen Franken kosten.

«Der Zeitplan ist eng»

Das neue, moderne Therapiezentrum soll laut Medienmitteilung «möglichst schnell» realisiert werden, damit die beiden Einheiten vor Baubeginn des Hauptgebäudes (frühestens ab 2020) umziehen können. So würde kein Provisorium nötig. Denn: Ein Teil der Physio- und Ergotherapie-Räume liegt mitten im für den Haupthaus-Neubau vorgesehenen Baufeld.

Die komplette Baufeldräumung ist laut Mitteilung bis Ende 2019 geplant. Den Verantwortlichen stünden für die Räumung neben dem neuen Therapiezentrum auch das frisch renovierte und inzwischen bezogene Haus 27 sowie das 2019 bezugsbereite Haus 46 als Ersatz- und Ausgleichs-Gebäude zur Verfügung.

Mit dem Bau des neuen Therapiezentrums wolle man beginnen, sobald die Baubewilligung vorliege (Projekt demnächst aufgelegt). «Der Zeitplan ist eng, aber wir rechnen damit, das Haus Mitte 2019 in Betrieb zu nehmen», erklärt Robert Rhiner.