Gesundheit
Das Kantonsspital Aarau macht plötzlich Gewinn – doch das Resultat ist trügerisch

Es wurde zuletzt selbst als Patient gehandelt, das Kantonsspital Aarau. 2014 wies es ein Defizit von 31 Millionen Franken aus. Nur ein Jahr später sieht die Situation ganz anders aus.

Merken
Drucken
Teilen
Eine Operationssituation im Kantonsspital Aarau. Jetzt zuletzt wurde das KSA selber als Patient gehandelt. Erfolgt jetzt die Trendwende?

Eine Operationssituation im Kantonsspital Aarau. Jetzt zuletzt wurde das KSA selber als Patient gehandelt. Erfolgt jetzt die Trendwende?

Mathias Marx

Das Kantonsspital Aarau (KSA) weist für das Jahr 2015 einen Gewinn von 2 Millionen Franken aus - dies nach einem Defizit im Vorjahr von 30,8 Millionen Franken. Gesteigerte Patientenzahlen und Effizienzsteigerungen führten gemäss KSA zum Ergebnis.

Doch vor einem Jahr erklärte der damalige Verwaltungsratspräsident Philip Funk, von zwei Sparpaketen: Das eine belief sich über 50 Millionen Fraken (2013), das zweite über 30 Millionen (2014).

Die Zahl der stationär behandelten Patientinnen und Patienten stieg 2015 um 3,4 Prozent auf 27'443 Personen, wie das KSAam Freitag mitteilte.

Der Betriebsgewinn ohne Abschreibungen (EBITDA) beträgt 5,6 Prozent oder 33,8 Millionen Franken. Der Personalaufwand wurde um 15 Millionen Franken gesenkt. Dieser Aufwand macht einen Anteil von 62 Prozent am Gesamtumsatz aus - vier Prozentpunkte weniger als 2014.

Das Ergebnis darf gemäss KSA-Chef Robert Rhiner nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ziele noch nicht erreicht sind. Um die benötigte Erneuerung und Erweiterung der Infrastruktur zu sichern, müsse eine EBITDA-Marge von mindestens 10 Prozent erreicht werden.