Rombach
Das Inventar des Hotels Basilea landet jetzt in Madagaskar

Was der Leiter des Hotels Basilea in Rombach nicht verkaufen kann, spendet er einem aussergewöhnlichen Paar aus Oftringen. Die Ware soll den Weg bis nach Madagaskar schaffen.

Deborah Onnis
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Das Restaurant-Inventar vom Hotel Basilea.

Das Restaurant-Inventar vom Hotel Basilea.

Zuerst schien das Inventar des Hotel Basilea in Rombach niemand zu wollen. Der Betreiber Valerio Bacci, der bald pensioniert wird, kündete an, alles wegzuschmeissen, was er nicht verkaufen könne. Das wird nun nicht mehr nötig sein. Was bis am Montag übrig bleibt, wir nun an einem ganz speziellen Ort einen Platz bekommen. Dank dem Paar Therese Jäggi (65), pensionierte Unterstufenlehrerin, und Peter Frech (77), gelernter Planer und Techniker, aus Oftringen.

Seit ihrer ersten Ferienreise in Madagaskar wurde ihnen beim Anblick der grossen Armut klar, dass sie die Einheimischen vor Ort unterstützen wollten. Sie gründeten im 2007 den Verein Association Orphans Care Madagascar (aocm). Jahrelang unterstützten sie verschiedene Projekte vor Ort. Bauten mithilfe von Stiftungen ein Schulhaus und unterstützen Waisenhäuser.

Peter Frech engagiert sich in Madagaskar... Das Paar Peter Frech und Therese Jäggi aus Oftringen in Madagaskar
6 Bilder
...zusammen mit seiner Frau Therese Jäggi für Waisenkinder. Das Paar Peter Frech und Therese Jäggi aus Oftringen in Madagaskar
In grossen Containern transportieren sie gesammelte Ware nach Madagaskar. Das Paar Peter Frech und Therese Jäggi aus Oftringen in Madagaskar
Beziehungsweise übergaben den Transport der Organisation Fondation Avenir Madagascar Das Paar Peter Frech und Therese Jäggi aus Oftringen in Madagaskar
Peter Frech kann als Techniker fast alles flicken. Das Paar Peter Frech und Therese Jäggi aus Oftringen in Madagaskar
Auch eine Nähmaschine, die anschliessend gleich für einen Nähkurs eingesetzt werden kann. Das Paar Peter Frech und Therese Jäggi aus Oftringen in Madagaskar

Peter Frech engagiert sich in Madagaskar... Das Paar Peter Frech und Therese Jäggi aus Oftringen in Madagaskar

Peter Frech und Therese Jäggi

Wie zuletzt das Mädchenhaus Orphelinat Compassion Mangoraka. Vor der Hilfe der Schweizer teilten sich dreissig Waisenkinder, vier Schwestern und etwa vier Helfer sich eine Küche, eine Dusche und ein WC. Heute hat das Waisenhaus auch ein Schulhaus und WC-Anlagen mit Waschbecken.

Drei Schachteln voll mit Bettlacken und Kissen sowie allenfalls die vom Verkauf übriggebliebenen Trinkgläser und Schüsseln vom Hotel Basilea werden aber nicht in diesem Waisenhaus landen. Kürzlich fand das Paar Ungereimtheiten heraus. Konkret sackte die Heimleiterin viel Geld selber ein, das eigentlich für die Mädchen gedacht war. Jetzt will das Paar ein eigenes Mädchenhaus bauen. Die Ware vom Hotel ist deshalb für das neue Projekt gedacht. Also, ein viel besserer Ort als ein Abfallcontainer. Bis zum Transport lagert Peter Frech die Ware in einem gemieteten Raum in Schönenwerd.