Aarau

Das Happy End mit Videobeweis

Das Thema Glück wurde an der Neuen Kantonsschule während eine Woche abgehandelt.

Das Thema Glück wurde an der Neuen Kantonsschule während eine Woche abgehandelt.

Die Neue Kantonsschule zieht nach der Themenwoche «Glück» glückliche Bilanz. Das Kässeli zugunsten der Glückskette aber zeichnte sich auch Ende der Woche durch gähnende Leere aus.

Ein Kässeli zugunsten der Glückskette war während der Themenwoche «Glück» an der Neuen Kantonsschule Aarau aufgestellt, und ganze 321 Franken und 10 Rappen kamen zusammen. «Nächste Woche gibt es eine zweite Chance», verkündete Kantischülerin Camilla, die mit dem Sammelergebnis nicht glücklich werden konnte.

Die Schüler hatten alle möglichen (Stil-)Mittel eingesetzt, um dem abstrakten Begriff «Glück» auf die Schliche zu kommen. Waren die Bemühungen von Erfolg, also von Glück, gekrönt? Einzelne wenige Resultate wurden gestern Freitag präsentiert – im Saal der Freien Christengemeinde Aarau unten in der Telli, weil die Neue Kantonsschule nicht das Glück hat, über einen derart grossen und gut ausgerüsteten Saal zu verfügen. Slam Poet Simon Libsig erheiterte die Schar der Kantischülerinnen und -schüler zwischen den Darbietungen mit seiner Wortartistik: Er suche jede Woche nach dem Glück, je näher das Wochenende, umso intensiver.

Glück geht durch den Magen

Was aber ist nun Glück? Der Kardinalfrage, die uns ein Leben lang umtreibt, ging eine Klasse im Kindergarten Biberstein nach, wo sie mit den überraschten Dreikäsehochs Kuchen buk, sodass diesen nach dem Schmaus das Glück buchstäblich aus den Schleckmäulern lachte. Fazit: Glücklich wird, wer andere glücklich macht. Den Videobeweis lieferten die Kantischülerinnen und -schüler auch gleich mit. Man konnte von Glück reden, dass die Kamerafrau nicht von einem Schläger niedergestreckt wurde, so ausgelassen spielten die Kinder auf dem Pausenplatz Hockey.

Ist Schönheit ein Garant für ein glückliches Leben? Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Wohnen, Architektur und Wohlbefinden? Dem Glück spürte man ganz verschieden nach. Eine Gruppe liess tragische Filme glücklich enden: King Kong wurde von einem Flugzeug aus Lego-Klötzen vom Empire State Building gerettet.

Die Theatergruppe inszenierte nach dem Motto «Kein Geld macht auch nicht glücklich» das selber erarbeitete Musical «DieArmSeligen». Ein Teaser vermittelte einen Eindruck von der Theaterarbeit, die in einer knappen Woche das Publikum etwas glücklicher machen wird. Der Videoclip zum während der Glückswoche produzierten Glückssong liess die Frage offen, wie das Herz einer Frau erobert wird. Der Refrain hinterliess blanken Frust: «And there she goes.»

Das Streben nach Glück

Rund 750 Schüler in 35 Teams und 150 Dozenten hatten sich mit dem Thema «Glück» auseinandergesetzt. Die Rückmeldungen, die er von Lehrpersonen und Schülern erhalten habe, seien sehr positiv, meinte ein zufriedener Prorektor Martin Stark.

«Auch wenn niemand sagen kann, was Glück ist, das Streben danach treibt alle an», schrieb Lehrerin Sandra Neuber-Koch in der Kanti-Zeitung. «Zwar hat kein Mensch einen Anspruch auf das persönliche Glück, aber jeder sehnt sich danach, egal, wie man Glück für sich definiert.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1