Gemeindefinanzen
Das gut situierte Biberstein hat plötzlich am meisten Schulden

Mit 5300 Franken pro Einwohner hat die gut situierte Gemeinde Biberstein neu am meisten Schulden. Warum das? Es hat mit der Schule zu tun.

Mathias Küng
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Biberstein an der Aare mit seinem Schloss.

Biberstein an der Aare mit seinem Schloss.

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Ende 2014 war Biberstein hinter Densbüren noch die Gemeinde mit den zweithöchsten Schulden pro Einwohner. Jetzt, in der neusten Statistik, steht Biberstein mit 5270 Franken mit den Schulden zuoberst. Wie kommt das? Biberstein ist ja eine finanzstarke Gemeinde. Der Grund ist rasch identifiziert.

Gemeindeammann Peter Frei: «Wir mussten eine sehr grosse Investition tätigen, nämlich unsere Schulanlage sanieren und erweitern – inklusive Hochwasserschutz. Die Bevölkerung hat das mit überwältigendem Mehr gutgeheissen. Es kostete rund 13 Millionen Franken. Für eine Gemeinde mit rund 1500 Einwohnerinnen und Einwohnern ist das ein grosser Brocken. Er führte – wie wir das auch kommuniziert haben – zur höheren Verschuldung.»

Biberstein hat diese grosse Aufgabe also schon bewältigt. In vielen anderen Gemeinden steht sie noch an, sie ächzen entsprechend. In Muhen beispielsweise sei es auch bald so weit – inklusive Steuerfusserhöhung, so Frei. In Biberstein selbst ist man dran, mit Blick auf die neue Amtsperiode eine grosse Auslegeordnung zu machen und dann die Strategie fest- und der Bevölkerung zum Entscheid vorzulegen, «wie schnell und mit welchen Massnahmen wir unsere Verschuldung wieder auf ein vernünftiges Mass reduzieren wollen», so Frei.

Man habe erst die Abstimmung über den neuen Finanzausgleich abgewartet. Bis im Frühsommer müsse man für die Budgetierung genau wissen, welche Auswirkungen dieser aufgrund der neusten Zahlen des Kantons haben wird. Biberstein wird durch die Neuregelung nämlich belastet.

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