Aarau Rohr

Das Feintuning der Holzboliden erfolgt erst vor dem Start

Sam Psota und seine beiden Buben geben den Boliden den letzten Schliff.

Sam Psota und seine beiden Buben geben den Boliden den letzten Schliff.

Die Autos für das Pinewood-Derby am 13. September in Aarau Rohr sind bald startbereit. Im Werkraum des Stäpflischulhaus arbeiten zurzeit Kinder an ihren Rennautos.

Hingebungsvoll bearbeitet Tim sein Auto. Es klemmt fest in der Werkbank, der Fünfjährige kann die Kanten problemlos rund und die Oberfläche glattschleifen. Die Vorbereitungsarbeiten hat sein Vater Sam Psota geleistet. Auch für den siebenjährigen Alex hat der Niederlenzer einen Rohling ausgesägt.

«Ich möchte ein Rennauto mit einem Männlein mit Helm», erklärt Alex. Den Feinschliff gibt er seinem Gefährt selbst. Zu Hause werden die Brüder ihre Wagen anmalen, damit sie am Derby an den Start gehen können. «Die Buben möchten gern am Rennen teilnehmen», erklärte Sam Psota, «es ist für uns ein Familienanlass.»

Aus einem Tannenklotz

Der Auftakt für das Pinewood-Derby, das am 13. September in der Auenhalle Aarau Rohr durchgeführt wird, findet im Stäpflischulhaus statt. Im Werkraum stehen alle notwendigen Maschinen zur Verfügung, damit aus einem Tannenholzklotz ein fahrbares Auto entstehen kann.

Alex Psota möchte einen schnellen Boliden basteln. Am Derby kürt die Publikumsjury aber auch das originellste Auto. Auf diesen Preis arbeitet die 10-jährige Joleen Hofmann aus Unterentfelden hin. Einen Minion aus dem Film «Ich – einfach unverbesserlich» soll ihr Gefährt darstellen.

Die Grundform mit Rädern hat sie am Morgen bereits herausgefeilt. Das charakteristische einzelne Auge wird sie noch hinzufügen. Den Farbanstrich bekommt die Minion-Figur später, ausserdem Arme und Beine aus Pfeifenputzern. «Es soll möglichst lustig sein», erklärt Joleen.

Ihr Bruder Tannor hingegen hat sich für einen veritablen Rennwagen entschieden. Der Spoiler muss noch trocknen, bevor er angeleimt wird, am Schluss soll es eine Monster-Energydrink-Bolide werden. Auch für Joleen und Tannor hat der Vater die Arbeiten an den Maschinen übernommen. «Wir machen zum ersten Mal mit. Das Wichtigste ist, Zeit mit den Kindern zu verbringen», erklärt Dave Hofmann.

Kreativität in Gewichtsgrenzen

Neben der Familienzeit schätzen die Väter aber auch besonders die verschiedenen Maschinen und Geräte, die ihnen im Werkraum des Stäpflischulhauses zur Verfügung stehen. So wurde gemeinschaftlich gesägt, geschliffen und gebohrt, wobei der Kreativität gewisse Grenzen gesetzt sind: Es bestehen genaue Grössen- und Gewichtsvorschriften für die Autos.

Beim Derby treten sie dann auf einer rund 20 Meter langen Rennbahn mit Gefälle und computergesteuerter Zeitmessung gegeneinander an. Gewertet wird in zwei Kategorien: Kinder bis 16 Jahre sowie Jugendliche und Erwachsene. Zusätzlich wird der Publikumsliebling gekürt. Ein richtiges Familienduell wird es bei den Rupps aus Gränichen geben.

Vater Albert und Mutter Ulrike kreieren ihre eigenen Autos, der 12-jährige Sohn Eric hat sogar Pläne für zwei Modelle. Schön und schnell sollen sie sein, sagt Albert Rupp. Das Feintuning werden sie erst kurz vor dem Rennen vornehmen. «Die Gewichtsverteilung ist sehr wichtig», erklärt Rupp. «Erst vor Ort werden nämlich die Bleiplättchen an der richtigen Stelle platziert.»

Pinewood-Derby am 13. September in der Auenhalle Aarau Rohr. Ab 11.30 Uhr Festwirtschaft und Testfahrten, Rennbetrieb ab 14 Uhr.

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