Erlinsbach

Das Erzbachtal wartet auf die Geierwally

Das Organisationskomitee (von links): Hans Peter Lochinger, Festwirtschaft, Manuela Zbinden, Vorverkauf, Ernst Wyss, Regisseur, Trisi Buser, Vereinspräsidentin, und Hans Steiner, OK-Präsident. Bauchef Beat Wiedmer fehlt.

Das Organisationskomitee (von links): Hans Peter Lochinger, Festwirtschaft, Manuela Zbinden, Vorverkauf, Ernst Wyss, Regisseur, Trisi Buser, Vereinspräsidentin, und Hans Steiner, OK-Präsident. Bauchef Beat Wiedmer fehlt.

Die Theaterleute der «Erlinsbacher Bühne» inszenieren mit dem Stück «D'Geierwally» einen Klassiker.

Steht ein ungerades Jahr bevor, setzt bei einigen Leuten im Erzbachtal seit einem Dutzend Jahren schon jeweils ein Kribbeln ein: Das Theaterfieber macht sich bemerkbar, gegen das keine Impfung wirkt, die Vorfreude, wieder ein neues Stück auf die Freilichtbühne stellen zu dürfen.

Denn in Erlinsbach wird konsequent im Zweijahresrhythmus gespielt. Wiederum im August, diesmal mit neuer Präsidentin, neuem Regisseur, aber mit einer eingeschworenen Truppe und natürlich einem neuen Stück: «D’Geierwally». Die Freilicht-Aufführungen finden wieder in der Breite, beim Pfadihaus, auf dem bewährten Theaterplatz mit dem ganz speziellen Ambiente statt.

Obwohl als Roman und Bühnenvorlage bereits 1873 verfasst von der österreichischen Autorin Wilhelmine von Hillern, handelt die Geschichte von einer jungen Frau, die selbstbewusst und selbstbestimmt durch ein schwieriges, von Männern dominiertes Leben in der harten Berg- und Alpwelt zu gehen weiss.

Fünfmal verfilmt

Dass dieser Stoff Potenzial hat, zeigt sich allein schon an der Zahl der Verfilmungen. Seit 1921 fünfmal auf die Leinwand gebracht, kam es 2005 zu einer etwas moderneren ARD-Fernsehproduktion. Die «Erlinsbacher Bühne» wird «D’Geierwally» in der schweizerdeutschen Bearbeitung von Monika Wild und in der eigens für «Speuz» gestalteten Spielfassung von Regisseur Ernst Wyss präsentieren.

In Olten aufgewachsen und heute in Niedergösgen wohnhaft, wurde Ernst Wyss schon früh vom Theatervirus infiziert, stand er doch bereits als Zweitklässler erstmals auf den Brettern der Oltner Arbeiterbühne, in der sein Vater aktiv war. Als Gründungsmitglied der Niedergösger Schlossspiele bringt Ernst Wyss vielfältige Erfahrungen als Schauspieler wie als Regisseur mit.

Die neue Präsidentin der «Erlinsbacher Bühne», Trisi Buser, muss dem Erlinsbacher Theaterpublikum kaum vorgestellt werden. Sie war seit der ersten Freilichtinszenierung von «Vogel friss oder stirb» in jedem Stück in jeweils markanten Rollen dabei. Nun hat sie im letzten Herbst von Willi Stadler das Vereins-Zepter übernommen. Hans Steiner, lang erprobter Produktionsleiter und Präsident des Organisationskomitees sorgt mit seinem Team wiederum für Konstanz im Betriebsablauf der «Erlinsbacher Bühne».

Gespielt wird «D’Geierwally» vom
13. bis 22. August. Wie immer, wenn in der Erlinsbacher Breite das Theaterfeuer lodert, geht es auch in diesem Stück um Leidenschaft und Liebe, Trauer und Hoffnung, also um grosse Gefühle.

Gearbeitet wird bereits jetzt intensiv an verschiedenen Fronten hinter den Kulissen. So hat das Rollenstudium der Schauspielerinnen und Schauspieler begonnen, und die Verantwortlichen für das Bühnenbild und die Festwirtschaft sind ebenfalls schon am Werk.

Als Patronatshalter der beiden Erlinsbacher Gemeinden wirkt turnusgemäss Markus von Arx, Gemeindepräsident von Erlinsbach SO. Bekannt sind auch bereits die Vorverkaufsdaten: Der erste Vorverkaufstag im Gemeindehaus Erlinsbach SO ist der 20. Juni. Der Online-Vorverkauf beginnt am 22. Juni. Am Schalter der Poststelle Erlinsbach SO sowie auf der Gemeindekanzlei Erlinsbach SO können bereits jetzt Geschenkgutscheine für «D’Geierwally» erworben werden. Weitere Infos unter www.erlinsbacherbuehne.ch.

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