Argovia Stars
Das entscheidende Duell steht an – es braucht einen Sieg

Zwei Spiele der 1.-Liga-Qualifikation bleiben den Argovia Stars, den Sprung in die Playoffs noch zu schaffen. Für die Aarauer wird es eng.

Fabio Baranzini
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Aaraus Trainer Eric Wittwer gibt Anweisungen.
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Pascal Wittwer in Aktion.
Kopie von Argovia Stars
Gegner am Samstag ist der SC Lyss.
Im Direktduell geht es für die Aarauer um alles.
Sie brauchen einen Sieg, um im Rennen um die Playoffs zu bleiben.

Aaraus Trainer Eric Wittwer gibt Anweisungen.

Fabio Baranzini

Zugegeben: Die Chance, dass sich die Aarauer Eishockeyaner doch noch für die Playoffs der 1. Liga qualifizieren, sind gering. Sehr gering sogar. Das gibt auch Eric Wittwer, der die Mannschaft gemeinsam mit Andy Wehrli trainiert, zu. Trotzdem: Rein rechnerisch ist es noch möglich. Dies, nachdem man zwischenzeitlich mehr als 10 Punkte Rückstand hatte. Wenn die Argovia Stars die letzten beiden Spiele der Qualifikation in der regulären Spielzeit gewinnen und damit sechs Punkte sammeln, können sie den SC Lyss, der aktuell auf dem achten und damit letzten Playoff-Platz steht, noch einholen. Vorausgesetzt die Lysser holen keinen weiteren Punkt mehr.

Direktbegegnung mit dem SC Lyss

Entsprechend ist das Direktduell zwischen den Argovia Stars und dem SC Lyss vom Samstag (17:30 Uhr, Keba) von besonderer Bedeutung. Gewinnen die Aarauer, setzen sie die Lysser weiter unter Druck und können am letzten Spieltag mit einem Sieg gegen Zuchwil Regio die Wende doch noch herbeiführen.

Doch schon die erste der beiden noch verbleibenden Aufgaben – den SC Lyss in der regulären Spielzeit zu schlagen – wird nicht einfach. In den zwei Duellen in der laufenden Meisterschaft haben die Aarauer einmal deutlich verloren (0:4) und einmal erst dank einem Schlussspurt im letzten Drittel mit 6:5 gewonnen. Beide Partien fanden jedoch auswärts in Lyss statt. Am Samstag spielen die Aarauer nun aber zu Hause. Trainer Eric Wittwer glaubt jedoch nicht, dass der Heimvorteil ein entscheidender Faktor sein wird. «Ich denke nicht, dass dies einen grossen Unterschied ausmachen wird in einem so kapitalen Spiel», sagt Wittwer. «Wir haben nichts mehr zu verlieren. Eigentlich waren wir schon ausgeschieden und haben jetzt doch noch eine kleine Chance, die Playoffs zu erreichen. Der Druck liegt daher bei Lyss. Diese Tatsache ist wichtiger als der Heimvorteil.»

Nicht kopflos anrennen

Der Mann an der Bande hat denn auch eine genaue Vorstellung davon, wie er mit seinem Team am Samstagabend die drei Punkte ins Trockene bringen will. «Wir müssen mit der nötigen Geduld agieren und uns auf die Defensive konzentrieren. Wir dürfen auf keinen Fall kopflos anrennen und versuchen, das Spiel in den ersten Minuten zu gewinnen. Wir werden die Partie nicht mit Offensiv-Wahnsinn gewinnen, sondern der Weg führt über eine solide Leistung in der Defensive», so Wittwer.

Dass die Form bei den Aarauern vor dem kapitalen Duell mit Lyss stimmt, haben sie am letzten Dienstag bewiesen, als sie den Tabellendritten EHC Thun mit 3:2 nach Verlängerung bezwingen konnten. «Das war ein Sieg für die Moral, denn gegen Thun hatten wir zuletzt kaum Punkte geholt», sagt Wittwer. Und diese Moralspritze können die Aarauer gut gebrauchen, wenn sie gegen Lyss gewinnen und die kleine Chance auf die Playoffs doch noch wahren wollen.