Auenstein

Das Auensteiner Schulhaus wird massiv teurer

Das Neubauprojekt für das Schulhaus.

Das Neubauprojekt für das Schulhaus.

Im Sommer 2014 hätte das neue Schulhaus bezogen werden sollen. Daraus wird nichts. Nachdem eine Schätzung Kosten von 5,8 Mio. Franken ergeben hatte, zog der Gemeinderat die Handbremse. Die Kosten sollen auf unter 5 Mio. gedrückt werden.

Vizeammann Peter Anderau betonte mehr als nur einmal: «Gemeinderat und Baukommission stehen hinter dem Schulhausprojekt und sind überzeugt, dass es realisierbar ist.» Überzeugt sind offenbar auch die rund fünfzig Teilnehmer der Informationsveranstaltung, die am Projekt keine grundsätzliche Kritik anbrachten. Allen Beteiligten ist jedoch klar, ein Schulhaus für 5,8 Mio. kann und will sich die Gemeinde nicht leisten. Weniger als 5 Mio. müssen es sein.

Um die Kosten präzis zu errechnen und auch Sparpotenzial zu eruieren, benötigen Gemeinderat und Baukommission einen Baukredit von 250000 Franken. Dieser soll an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung am 28. Februar beschlossen werden. Der Baukredit könnte dann Mitte November gesprochen werden, damit mit einem Jahr Verspätung im Sommer 2015 das neue Schulhaus bezogen werden kann.

Der ursprünglich ehrgeizige Fahrplan kann somit nicht eingehalten werden. Da wegen der Umstellung von fünf auf sechs Primarschulklassen aber bereits 2014 zusätzliche Unterrichtszimmer zur Verfügung stehen müssen, braucht es Provisorien. Wie diese aussehen, ob bestehende Räume umgenutzt oder Container aufgestellt werden, konnte der Gemeinderat am Montagabend noch nicht sagen.

Als Gemeinderat und Baukommission Anfang 2012 zum Architekturwettbewerb eingeladen hatten, war man von einem Investitionsvolumen von 3,2 Mio. Franken ausgegangen. Das Aarauer Büro Felber Widmer Kim Architekten AG gewann den Wettbewerb und präsentierte nicht nur das beste und schönste Projekt, sondern mit geschätzten 4 Mio. auch das günstigste.

Bald stellte sich aber heraus, dass auch dieser Betrag nicht reichen würde. Um das Raumprogramm zu erfüllen, beanspruchten die Architekten mehr Nutzfläche als von der Baukommission vorgegeben. Zudem war man von einem zu tiefen Kubikmeterpreis ausgegangen. Auch die Fachleute beim Kanton schätzten aufgrund ihrer Erfahrungszahlen das Auensteiner Schulhausprojekt auf 5,4 Mio. Franken.

Bereits im Herbst 2012 hätte der Einwohnergemeindeversammlung ein Bauprojekt mit Baukredit zur Abstimmung vorgelegt werden sollen. Nun erwartet der Gemeinderat in einem ersten Schritt einen weiteren Planungskredit von 250000 Franken und mit einem Jahr Verspätung im Herbst den erhärteten Baukredit.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1