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Das Alterszentrum Suhrhard steht vor einer Radikalkur

Das Projekt der Luzerner Architekten verleiht dem Alterszentrum nicht nur ein neues Raumkonzept, sondern auch ein neues Aussehen

Das Projekt der Luzerner Architekten verleiht dem Alterszentrum nicht nur ein neues Raumkonzept, sondern auch ein neues Aussehen

Das Alterszentrum Suhrhard soll gesamterneuert und vergrössert werden. Insgesamt haben 16 Architekten am Projektswettbewerb mitgemacht, gewonnen hat ein Luzerner. Alle Arbeiten werden nun im Pflegeheim ausgestellt.

Das Alterszentrum Suhrhard aus dem Jahr 1979 entspricht nicht mehr heutigen betrieblichen und baulichen Anforderungen an ein Pflegeheim. Die Zimmer sind zu klein, die Nasszellen haben keine Duschen, für 13 Zimmer pro Geschoss steht lediglich eine Etagendusche zur Verfügung.

Mit einem Projektwettbewerb ist nun ein erster Schritt gemacht worden, um die unbefriedigende Situation auszuräumen. Den Wettbewerb gewonnen hat das Projekt der Luzerner Architekten Meyer Gadient.

Mit 13 Betten pro Etage könne heute kein wirtschaftlicher Betrieb mehr erreicht werden. Damit die betriebswirtschaftlichen Zahlen besser werden, müssten die Mängel korrigiert werden. «Und dies», stellen die Vereinsleitung mit Hans Rudolf Widmer und die Zentrumsleitung mit René Scheurer fest, «ist nur mit einer Gesamterneuerung und Erweiterung möglich.»

Es ist deshalb vorgesehen, die Anzahl der Pflegeplätze von heute 84 auf 93 bis 100 zu erhöhen. Das entspreche der Bedürfnisabklärung und der aktuellen Pflegeheimkonzeption.

Völlig neue Identität

«Die bauliche Erweiterung und die Schaffung von grösseren, zusammenhängenden Pflegestationen verfolgen die siegreichen Architekten aus Luzern mit einem radikalen Lösungsansatz, indem für die Gesamtsituation, für die Bauvolumen und für die innere Organisation eine völlig neue Identität der Anlage vorgeschlagen wird», erklärt die Jury, die von Gemeinderat und Architekt Jörg Kissling geleitet worden ist.

Insgesamt überzeuge der innovative Vorschlag mit einer völligen Neukonzeptionierung der Anlage. Insbesondere würden bewohner- und personalfreundliche Pflegestationen mit hohem Nutz- und Wohnwert geschaffen. Bis 19. Juni sind die Arbeiten der 16 Wettbewerbsteilnehmer im Foyer des Pflegezentrums Suhrhard ausgestellt.

Wie geht’s weiter? Ende 2011 soll der Projektierungskredit vom Einwohnerrat bewilligt werden. Der Baukredit soll im Herbst 2012 vors Volk. Anfangs 2013 hofft man mit dem Bau beginnen zu können, so dass Ende 2014 das neue Pflegeheim fertiggestellt ist.

Das Architektenteam Meyer Gadient schlägt vor, den Haupteingang ostseitig in einen neuen Aussenraum zwischen Alterssiedlung und Neubau zu verlegen. Fussgänger- und Fahrverkehr werden getrennt. Die Aussenräume mit den einander gegenüber stehenden Bauten, Neubau Pflegeheim und Alterssiedlung, werden mit gut definierten Aussenräumen (Zwischenhof, Parkanlage und Zugangsbereich) neu konzipiert.

Der bestehende Mehrzwecksaal wird zurückgebaut; sein Ersatz wird ebenfalls an die um den Innenhof angeordnete Erschliessungsstruktur angebunden.

Viel Licht und Abwechslung

Auf den drei Normalgeschossen werden, betrieblich vorteilhaft, die drei Pflegestationen mit je 28 Zimmereinheiten windmühlenartig um den grossen, lichtdurchflutenden Innenhof gelegt. Gemäss Jurybericht entstehen gut organisierte Pflegestationen mit abwechslungsreichen Verkehrs- und Begegnungsflächen.

Das heutige fünfte Obergeschoss des Bettenhauses wird vollständig rückgebaut. Das neue Attikageschoss bietet Raum für die gut organisierte und räumlich angenehme Demenzstation mit 13 Zimmern. Der sonnige Dachgarten liegt ist vom Aufenthaltsraum her gut erreichbar.

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