Aarau
Das Aarauer Kinderspital hat mehr Platz erhalten

Die Patientenzahlen in der Klinik für Kinder und Jugendliche im Kantonsspital Aarau steigen. Um mehr Platz zu schaffen, wurde umgebaut. Am Samstag findet ein Tag der offenen Tür statt, Kinder dürfen ihre kranken Teddys und Puppen von «Dr. Brum» behandeln lassen.

Barbara Vogt
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Am heutigen Tag der offenen Tür an der Klinik für Kinder und Jugendliche im Kantonsspital werden kranke Teddys der Kinder behandelt. Auf dem Bild versucht ein Plüschhund mit seinem verletzten Bein im Schulzimmer des Kinderspitals eine Mathematikaufgabe zu lösen.

Am heutigen Tag der offenen Tür an der Klinik für Kinder und Jugendliche im Kantonsspital werden kranke Teddys der Kinder behandelt. Auf dem Bild versucht ein Plüschhund mit seinem verletzten Bein im Schulzimmer des Kinderspitals eine Mathematikaufgabe zu lösen.

Chris Iseli

Im Eingang der Klinik für Kinder und Jugendliche stehen bunte Säulen. Sie gehören zum neuen Raumkonzept und stilisieren einerseits den Park des Kantonsspitals, andererseits die klare Architektur des Gebäudes.

Klar ist nach dem Umbau auch die Aufteilung von der normalen Anmeldung und dem Notfall. Bis anhin wurden die beiden Bereiche im Erdgeschoss des Kinderspitals geführt. «Wir platzten aus allen Nähten», sagte Chefarzt Henrik Köhler am Rundgang gestern Nachmittag. Deshalb verlegte man den Notfall ins Untergeschoss. Bis Ende Jahr soll – als letzte Etappe der Neugestaltung der Klinik – die Kinderchirurgie beim Notfall angegliedert werden.

Moderne Geräte in der Abteilung für Neugeborene - Kopie
7 Bilder
Eine Mutter lässt ihr Baby im Empfang des Notfalls untersuchen
Gregor Moser, Leiter Architektur und Bau des Kantonsspitals, steht in der neugestalteten Eingangshalle des Kinderspitals
Die Behandlungszimmer im Ambulatorium wurden mit Papiertieren verschönert
An einer Puppe wird gezeigt, wird die Hirnströme eines Kindes ermittelt werden
Der neue Eingang zum Notfall
Das Spielzimmer im Notfall - Kopie

Moderne Geräte in der Abteilung für Neugeborene - Kopie

Chris Iseli

Durch die räumliche Aufteilung ist der Notfall grösser geworden. Neu gelangen die Kinder direkt durch den Eingang im Untergeschoss in diese Abteilung. Im gleichen Trakt befindet sich die erweiterte Tagesstation. «Eine ideale Synergie», fand Henrik Köhler. «Durch eine Patienten-Triage können die Kinder schnell erfasst und unmittelbar gezielt behandelt werden.»

Im Erdgeschoss ist jetzt das Ambulatorium angesiedelt. Dafür verlegte man die Büros in ein anderes Gebäude. Im Ambulatorium stehen Räume mit modernsten Einrichtungen: Kinder mit Hirn-, Nerven- oder Darmkrankheiten werden hier untersucht.

Die Kunstbeauftragte des Kantonsspitals, Sadhyo Niederberger, entwickelte für die Behandlungszimmer ein Kunstkonzept: In den Zimmern hängen unterschiedliche Tiere von den Decken. Sie begleiten die Kinder während ihrer Behandlung und nehmen ihnen die Angst. Das Behandlungsteam hat mitgeholfen, die Tiere aus Papier zu falten, auch Chefarzt Henrik Köhler griff zu Papier und Schere. «Nicht allen Pinguinen sieht man an, dass es Pinguine sind», witzelte er.

Mit dem Umbau wurde zudem die Abteilung der Neugeborenen um zwei Beatmungsplätze erweitert. Es gab neue Bettenzimmer. Die Schule wurde zum Kindergarten verlegt.

Eineinhalb Jahre dauerte der Umbau in der Klinik für Kinder und Jugendliche. Die Kosten beliefen sich auf 2,8 Millionen Franken. Interessierte können heute Samstag das moderne Kinderspital zwischen 10 und 16 Uhr besuchen. Für Kinder gibts eine spezielle Teddyklinik: Sie dürfen ihre Teddybären und Puppen mitbringen und behandeln lassen. «Damit wollen wir den Kindern die Angst vor dem Spital und den Schmerzen nehmen», sagt Dr. Brum, alias Raphael Vuille, Assistenzarzt der Kinderchirurgie. Dr. Brum zeigt den Kindern, wie er Teddys den Puls misst oder ihnen gebrochene Glieder gipst.