Aarau
Dank Demonstrationen und einer Petition: Der Krähenbaum ist gerettet

Die Rotbuche vor dem Kantonsspital Aarau darf weiterleben. Naturschützer und Angestellte wehrten sich mit Demonstrationen und einer Petition erfolgreich gegen die Pläne der Spitalleitung.

Kelly Spielmann
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Andrea Rüegg erhält die Unterschriften von Gabriela Suter, Eveline Schürmann und Tonja Zürcher (v.l.).

Andrea Rüegg erhält die Unterschriften von Gabriela Suter, Eveline Schürmann und Tonja Zürcher (v.l.).

Kelly Spielmann

Zu Beginn des Jahres sorgte sie für Aufruhr: Die Rotbuche vor dem Haus 1 des Kantonsspitals Aarau (KSA). Wegen der vielen Krähen, die im Baum leben, wollte der KSA-Verwaltungsrat diesen fällen. Naturschützer und Angestellte wehrten sich mit einer Demonstration dagegen, der Plan wurde aufgeschoben. Nun hat SP-Grossrätin Gabriela Suter gemeinsam mit Eveline Schürmann, Vizepräsidentin von Birdlife Aargau, und Tonja Zürcher, Geschäftsführerin von WWF Aargau, eine Petition mit 1764 Unterschriften gegen die Fällung eingereicht.

Anfang 2018 demonstrierte eine Menschenkette gegen die Fällung des Krähenbaums beim Kantonsspital Aarau.
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Die Rotbuche sollte gefällt werden, weil sie von den Krähen besetzt wurde und dadurch Dreck anfiel und die Krähen für Lärm sorgten.
Das Baumkommando sollte zum Einsatz kommen und den 100-jährigen Baum fällen.
Doch das Fällen wurde von den zahlreichen Demonstranten verhindert.
In der Baumkrone sind deutlich Nester zu sehen.
Demo gegen Eichenfällung am Kantonsspital Aarau

Anfang 2018 demonstrierte eine Menschenkette gegen die Fällung des Krähenbaums beim Kantonsspital Aarau.

Chris Iseli

Entgegengenommen wurde das Begehren von KSA-Sprecherin Andrea Rüegg. «Die Unternehmensleitung hat entschieden, die Rotbuche vorerst nicht zu fällen», betonte diese bei der Übergabe. Über eine Fällung werde man erst wieder diskutieren, wenn bekannt ist, welches Gebiet vom geplanten KSA-Neubau betroffen ist.

Dieser soll aber frühestens in zwei Jahren entstehen. Gabriela Suter verlangt dennoch einen runden Tisch mit den verschiedenen Interessengruppen sowie dem Verwaltungsrat des KSA – denn dieser war an der Übergabe der Petition trotz Anwesenheit auf dem Spitalgelände nicht dabei.