Die «Zementi Wildegg» sucht nicht nur nach Möglichkeiten, wie sie im Steinbruch Jakobsberg-Egg künftig Kalk und Mergel abbauen kann (siehe oben), sondern sie füllt auch Löcher auf. Und sie hat noch andere Projekte im Köcher. Eine Übersicht:

Wiederauffüllung Oberegg: Die Jura-Cement-Fabriken (JCF) investierten 15 Millionen Franken in ein 2,2 Kilometer langes Förderband und eine Umschlagshalle. Einweihung war Ende Juni (Schweiz am Wochenende vom 24. 6.). Seither wird per Bahn Material angeliefert, mit dem der Steinbruch Oberegg wieder aufgefüllt wird. Dieses Jahr wurden bereits 60 000 Tonnen Material vom Ausbruch des Eppenbergtunnels der SBB deponiert. Vor zwei Wochen begann der Bau der dritten Autobahn-Röhre durch den Gubrist. Ab Februar soll Ausbruchsmaterial aus dem Gubrist in die Oberegg kommen. Erwartet werden insgesamt rund eine Million Tonnen. Ab Mai gibts zudem Material aus dem Bözbergtunnel der SBB, das zurzeit noch zwischengelagert ist. Insgesamt rund 0,5 Millionen Tonnen. In Spitzenzeiten wird mit fünf Zügen pro Werktag gerechnet. Bis der stillgelegte Steinbruch Oberegg ganz aufgefüllt und renaturiert ist, wird es rund 10 bis 15 Jahre gehen.

Baubeginn am Gubristtunnel

Baubeginn am Gubristtunnel (21. November 2017)

Erste Sprengung beim Bau der dritten Röhre des Gubristtunnels: Der Tunnelbau ist Teil des Ausbaus der A1-Nordumfahrung Zürich. Diese Verkehrsachse ist stark überlastet: Staus gehören zur Tagesordnung. Der Ausbau am Gubristtunnel sei deshalb dringend nötig, sagte Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamts für Strassen.

4. Abbaubewilligung: Bis zum Dienstag lag das Gesuch für die vierte Abbaubewilligung auf. Sie ist die letzte im bisherigen Perimeter. Dagegen gingen in Auenstein und Veltheim je drei Einsprachen ein, doch der Widerstand hält sich in Grenzen. Das ist weiter nicht überraschend, geht es doch nicht um eine grundsätzliche Erweiterung des Steinbruchs. Geplant ist der Abbau von 1,09 Millionen Kubikmeter Material in der Zeitspanne 2019 bis 2021/22. Mittels Sprengungen und voraussichtlich auch einer Felsfräse, die bis zu 50 Prozent der Abtragungen übernehmen und so zur Reduzierung der Lärmimmissionen beitragen könnte. Bereits auf der Basis des Vertrags, mit dem die JCF der Bevölkerung eine «markante Reduktion unerwünschter Auswirkungen» garantiert.

Silo-Neubau: Im Januar lag in Möriken-Wildegg das Baugesuch für einen 17 Meter hohen Silo auf dem «Zementi»-Areal auf. In ihm soll Chrom- VI-Reduktionsmittel gelagert werden. Der Silobau wird nur nötig, wenn auf dieses Reduktionsmittel umgestellt wird. Ein Entscheid soll in den nächsten Wochen erfolgen. «Falls ja, wird der Silo 2018 gebaut», erklärt Marcel Bieri, Leiter Produktion Zement.

«Ich bringe dann mal Bier oder eine Suppe für die Arbeiter vorbei»: Tunnelpatin Maya Grossmann aus Weiningen im Video-Interview

«Ich bringe dann mal Bier oder eine Suppe für die Arbeiter vorbei»: Tunnelpatin Maya Grossmann aus Weiningen im Video-Interview (21. November 2017)

Startschuss für den Ausbau der Zürcher Nordumfahrung: In Regensdorf ZH ist am Dienstag die erste Sprengung für die dritte Tunnelröhre am Gubrist ausgelöst worden. Der chronisch überlastete Autobahnabschnitt soll bis 2022 von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden.