Coronavirus
Impfzentrum am Kantonsspital Aarau: Sicherheitspersonal wird wegen Mehrverkehr aufgestockt

Weil Impfwillige manchmal längere Wartezeiten im Impfzentrum am KSA hinnehmen müssen, reagieren sie teilweise ungehalten. Für die Ordnung am Platz und wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens hat das Impfzentrum inzwischen zusätzliches Sicherheitspersonal aufgeboten.

Lorenz Barazetti, ArgoviaToday
Drucken
Teilen
Das Impfzentrum am Kantonsspital Aarau.

Das Impfzentrum am Kantonsspital Aarau.

Bild: Alex Spichale

Nicht nur beim Testen, auch beim Impfen steigt die Nachfrage. Das ist im Impfzentrum beim Kantonsspital Aarau spürbar. «Sowohl die Nachfrage nach Terminen als auch die Anzahl der Leute, die ins ‹Walk-in› kommen, also zum Impfen ohne Terminvereinbarung, hat zugenommen», sagt Zentrumsleiterin Barbara Jakopp. Gerade Letztere seien zum Teil ungehalten gewesen über die Wartezeiten vor der Impfung.

Um dem entgegenzuwirken, habe man «mit den Leuten gesprochen, ihnen die Wartezeiten aufgrund der zunehmenden Nachfrage zu erklären versucht und ihnen Wasser und Kaffee angeboten», sagt Jakopp weiter.

Dr. med. Barbara Jakopp, Oberäztin und Leiterin Impfzentrum KSA.

Dr. med. Barbara Jakopp, Oberäztin und Leiterin Impfzentrum KSA.

Alex Spichale

Die teils angespannte Stimmung führt sie aber nicht nur darauf zurück, dass, wer sich für die Impfung entscheidet, diese auch möglichst rasch bekommen will. «Gewisse Leute fühlen sich nun auch gedrängt, dass sie sich impfen lassen müssen, weil sie sich ohne Zertifikat nicht mehr so frei bewegen können. Das haben sie auch entsprechend kommuniziert.»

Einen Eklat, wo sogar die Polizei hätte anrücken müssen, habe es aber nicht gegeben. Für die Ordnung am Platz aufgrund des höheren Verkehrsaufkommens habe man aber inzwischen zusätzliches Sicherheitspersonal aufgeboten.

«Es ist nicht einfach, die positive Stimmung zu bewahren»

Für das Personal im Impfzentrum sei die Situation teils belastend, sagt Barbara Jakopp. «Seit Januar ist unser Personal mit Herzblut Teil der Impfkampagne und leistet einen grossen Einsatz. Es ist frustrierend, wenn dann Vorwürfe wegen der Wartezeiten und fehlender Termine kommen.» Man versuche, solche Situationen in Briefings zu besprechen und zu trainieren, wie man diese Konflikte lösen kann.

«Es ist aber nicht einfach, die positive Stimmung zu bewahren, wenn man mit dem Ärger der Klientinnen und Klienten konfrontiert wird.» Das KSA hat die Impfkapazitäten laut Jakopp weiter erhöht. Möglichkeiten, sich impfen zu lassen, gibt es im ganzen Kantonsgebiet genug.

Wer lange Wartezeiten vermeiden will, macht am besten einen fixen Termin aus und hält die benötigten Unterlagen bereit. So geht die Impfung schnell und unkompliziert vonstatten.

Aktuelle Nachrichten