Küttigen-Erlinsbach-Lostorf

Clientis Bank Aareland kann im Sommer starten

Das Logo existiert schon, es wird, wenn die GV die Umfirmierung beschliesst, im August 2018 rechtskräftig.

Das Logo existiert schon, es wird, wenn die GV die Umfirmierung beschliesst, im August 2018 rechtskräftig.

Aus der Clientis Bank Küttigen-Erlinsbach wird ab August die Clientis Bank Aareland. Eine Mehrheit der Aktionäre segnete den Namenswechsel ab.

Das Bankgeschäft entwickelt sich auch in der Region dynamisch. 2007 fusionierten die Ersparnisgesellschaft Küttigen und die Ersparniskasse Erlinsbach unter dem Dach der Clientis-Gruppe. Mit der Eröffnung einer weiteren Geschäftsstelle in Lostorf 2014 ging die Bank erstmals über die Grenzen von Küttigen und Erlinsbach hinaus. Das hat den Verwaltungsrat laut Präsident Daniel Heller und die Geschäftsleitung mit Hansjörg Gloor an der Spitze «bewogen, die Firmenbezeichnung anzupassen». Der neue Name umschreibe «den Geschäftskreis der bisherigen Clientis Bank Küttigen-Erlinsbach (CKE) treffender, betreibe sie doch ihre Tätigkeit «entlang der Aare in den Regionen Aarau, Olten, Gösgen-Gäu bis gegen Zofingen».

In der Diskussion meldete sich einzig der ehemalige Regierungsrat Silvio Bircher zu Wort. Er bezeichnete den neuen Namen als «gelungen» und regte an, den Blick künftig auch auf das «südliche Jordan-Ufer», also Richtung Aarau oder Suhr zu richten.

Keine aggressive Expansion

Auf Nachfrage dämpfte Daniel Heller diese Erwartungen allerdings. Er machte deutlich, die Bank verfolge keine «aggressive Expansionsstrategie» und wolle «pragmatisch wachsen». Die Namensänderung sei deshalb als «mittel- bis langfristige Massnahme zu betrachten».

Die mit dem Zusatz «Aareland» nötig gewordene Anpassung der Statuten hiess eine Mehrheit der an der Generalversammlung anwesenden 559 Aktionärinnen und Aktionäre gut, bei 55 Nein-Stimmen und 18 Enthaltungen. Die Umstellung der Bankbezeichnung werde laut Heller per August dieses Jahres erfolgen, gleichzeitig mit der Auffrischung des Corporate Design der gesamten Clientis-Gruppe, bis dann gelte der alte Name.

Sonderbonus nebst Dividende

Bankleiter Hansjörg Gloor konnte auf ein «erfreuliches Geschäftsjahr» zurückblicken. «Trotz hartem Konkurrenzkampf im Kreditbereich» sei es der CKE auch 2017 gelungen, in ihrem Kerngeschäft weiter zu wachsen. Zum guten operativen Ergebnis kamen wiederum Sondereffekte hinzu, namentlich die Auflösung nicht mehr benötigter Wertberichtigungen und eine letzte Zahlung aus der Liquidation des Hilfsfonds von der RBA-Futura.

Das erlaube zum zweiten Mal in Folge neben der ordentlichen Dividende von 23 Prozent einen «Sonderbonus» von einem Fünfliber pro Aktie auszuschütten. Dieses Geschenk liessen sich die Aktionäre nicht entgehen und segneten die Verwendung des Bilanzgewinns einstimmig ab.

Eigenmitteldecke noch dicker

Beruhigend ist schliesslich die Tatsache, dass die CKE ihre bereits starke Eigenmitteldecke ein weiteres Mal aufstocken konnte. Und im laufenden Jahr darf man sich auf die Eröffnung des bankeigenen Bauprojektes im Zentrum Rössli in Erlinsbach mit einer Apotheke und einem Café freuen. Alles Gründe, die dazu führten, dass sich die 559 Versammlungsbesucher im zweiten Teil des Abends das traditionelle Bank-Möhli aus der Küche des Aarauer «Schützen» ganz besonders schmecken liessen.

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