Aargauer Cup
Cebrail Sonzamanci vom FC Oftringen streckt Referee mit Kopfstoss nieder

Unschöne Szenen gestern Abend auf dem Sportplatz Hofstattmatten in Suhr. Nach einer Roten Karte gegen Oftringens Cebrail Sonzamanci kommt es zu einer Tätlichkeit. Der Spieler des FC Oftringen streckt den Referee mit einem Kopfstoss zu nieder.

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Schiedsrichter zückt rote Karte (Symbolbild)

Schiedsrichter zückt rote Karte (Symbolbild)

Keystone

Im Cup-Achtelfinal zwischen dem Gastgeber und Oftringen steht es nach dem 1:0 durch Catricala und dem Suhrer Ausgleich (35.) 1:1. Dann erhält Oftringens Cebrail Sonzamanci für ein Foul Gelb. Wenig später entwischt ihm sein Gegenspieler. Er rennt diesem hinterher und holt mit einer Aktion, die ein Zuschauer mit einem «sackgroben Foul» umschreibt, aber auch als Tätlichkeit bezeichnet werden kann, von den Beinen. Dem Schiedsrichter bleibt nichts anders übrig, als Sonzamanci die Rote Karte zu zeigen. Dann brennen beim 24-Jährigen die Sicherungen durch. Er gibt dem Referee in Zidane-Art einen Kopfstoss, dieser geht zu Boden. Als sich der Unparteiische erholt hat, bricht er die Partie ab.

«Dieser Spieler hat in drei Sekunden alles zerstört»

«Ich distanziere mich von der Aktion dieses Spielers», kommentiert Oftringen-Trainer Nicola Lombardi den Vorfall, für den er sich im Namen des FCO entschuldigt. Lombardi ringt am Telefon beim Gedanken an den für ihn «äusserst traurigen Fussballabend» nach Worten. «Mir ist es nicht ums Reden. Ich lebe für diesen Sport. Dieser Spieler hat in drei Sekunden alles zerstört, was wir in den letzten Jahren beim FC Oftringen aufgebaut haben.» Welche Konsequenzen der Abbruch für den fehlbaren Spieler und für den FCO haben, war bei Redaktionsschluss nicht bekannt. (gam)

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