Einweihung
Busbetrieb Aarau will nicht nur mehr Busse in der Garage

Die Busbetrieb Aarau AG (BBA) hat nach einem turbulenten, aber erfolgreichen Geschäftsjahr ihre neue Garage in der Telli eingeweiht. Darin haben 20 Gelenk- und 18 Normalbusse Platz.

Hubert Keller
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Direktor Mathias Grünenfelder (links) und VR-Präsident Peter Forster durchschneiden das Band und geben die Ausfahrt frei.

Direktor Mathias Grünenfelder (links) und VR-Präsident Peter Forster durchschneiden das Band und geben die Ausfahrt frei.

Hubert Keller

Mehr Platz für die Busse in der Garage, aber auch mehr Busse auf der Strasse, das erklärte Ziel der Busbetrieb Aarau AG sei ganz im Sinn der kommunalen Verkehrsplanung. Dies sagte Stadtrat Werner Schib, bevor der Direktor der Busbetrieb Aarau AG, Matthias Grünenfelder, und deren Verwaltungsratspräsident, Peter Forster, das vor die Ausfahrt gespannte goldgelbe Band durchschnitten und symbolisch die erweiterte und erneuerte Busgarage in der Telli freigaben.

3,3 Millionen Franken hat die BBA in die Erweiterung der Garage investiert. Neu haben darin 20 Gelenk- und 18 Normalbusse Platz. «Die Werkstatt ist auf den neusten technischen Stand gebracht worden, die Büros können sich sehen lassen», ist Forsters positive Bilanz.

Gegenüber einem Neubau sei die Erweiterung die wirtschaftlichere Variante gewesen, sagte der VR-Präsident. «Wir wirtschaften mit öffentlichem Geld, also gehen wir mit ihm auch sorgfältig um.» Sparsame Hybridbusse in der Garage, Photovoltaik auf dem Dach, Regenwasser in der Waschanlage –ihre Ziele in Bezug auf Ökologie und Ökonomie wolle die BBA, so Forster, konsequent weiterverfolgen.

Erfolgreich trotz Turbulenzen

Das Geschäftsjahr 2014 sei turbulent gewesen, stellte Forster in seinem Bericht zuhanden der Generalversammlung fest. Bereits früh im Jahr habe sich abgezeichnet, dass die Verkehrserträge massiv von der Planung abweichen würden. Unter dem Jahr hätten Sparanstrengungen und Optimierungen vorgenommen werden müssen. Die Verkehrserträge aus dem Tarifverbund A-Welle und dem Generalabonnement wurden neu budgetiert. «Als Folge des deutlichen Rückgangs des Dieselpreises und der insgesamt wiederum gestiegenen Verkehrsnachfrage konnte das Jahr 2014 mit einem Gewinn von 124 000 Franken abgeschlossen werden», stellte Forster zufrieden fest. Beim Diesel wurden dank den tieferen Preisen 220 000 Franken eingespart, die Verkehrsnachfrage wuchs gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent an.

Von ihren Fahrgästen hat die BBA 8,8 Millionen Franken eingenommen. Die Kantone Aargau und Solothurn haben den regionalen Busverkehr und den Agglomerationsverkehr mit 7,9 Millionen Franken abgegolten. Zusammen mit den Nebenerträgen hat die BBA einen Ertrag von total 17,75 Millionen erzielt. Der grösste Aufwandposten sind die Personalkosten mit 10,7 Millionen Franken.

Nachfrage steigt

In den vergangenen zehn Jahren ist die Nachfrage um rund 25 Prozent auf 8,4 Millionen Fahrgäste angestiegen. Die BBA-Chauffeure haben mit ihren Bussen 2,35 Millionen Kilometer zurückgelegt. Die Mobilitätsnachfrage wird weiter ansteigen. «Zur Bewältigung dieser Nachfrage wird der Fahrzeugbestand weiter erhöht werden müssen», stellte Forster fest. Insgesamt umfasst die BBA-Flotte heute 36 Fahrzeuge. In der Garage haben 38 Fahrzeuge Platz.

Der Bahnhofplatz ist zwar keine Baustelle mehr, trotzdem ist die Betriebsleitung nicht zufrieden: Der Verkehrsfluss sei immer noch nicht optimal, die Steuerungen müssten noch besser werden. Mühe haben die Chauffeure mit den hinderlichen Baustellen, die zu Verspätungen und Unzuverlässigkeit im Betrieb führen. Als Beispiel von permanent wechselnden Linienführungen und provisorischen Haltestellen erwähnt die BBA die Quartiere Goldern/Zelgli, wo seit mittlerweile fast drei Jahren die Busse nicht mehr auf ihren Stammstrecken verkehren können.

Tag der offenen Tore: Die BBA lädt die Bevölkerung morgen Samstag, 13. Juni, 10 bis 16 Uhr, zur Besichtigung der Garage ein.