«Viel zu teuer und ein unnötiges Luxusprojekt» sei die Neugestaltung und Aufwertung des Aareraums Ost. Mit dieser Parole ergreift ein überparteiliches bürgerliches Komitee das Referendum gegen den Beschluss des Einwohnerrates vom Montag.

Das Stadtparlament hatte einen Kredit über 3,6 Millionen Franken für den zweiten Teil des südlichen Aareufers mit der knappen Mehrheit von 23 Ja gegen 20 Nein gutgeheissen. Im Jahr 2007 war bereits der westliche Teil aufgewertet worden: Dort, wo heute grosse Steintreppen am Ufer zum Verweilen einladen.

1400 Unterschriften in vier Wochen sind nötig

Mit lediglich zwei Stimmen Unterschied abgelehnt hat der Rat am Montag gleichzeitig den Antrag aus der SVP-Fraktion, das Bauprojekt Aareraum Ost obligatorisch einer Volksabstimmung zu unterstellen. Das will nun das Referendumskomitee korrigieren. Allerdings müssen zu diesem Zweck in den nächsten vier Wochen knapp 1400 Unterschriften von Aarauer Stimmberechtigten beigebracht werden.

Gegen Aufhebung von Parkplätzen

Unter den Argumenten gegen die Aufwertung des Uferbereichs zwischen Kettenbrücke und Zurlindensteg findet sich der Hinweis, dass «eine Investition von 3,6 Millionen Franken nicht in die Zeit der Sparbemühungen mit den Stabilo-Massnahmen passt».

Zudem schade die Aufhebung der 34 Felder auf dem Parkplatz Mühlematt dem städtischen Gewerbe. Im weiteren hänge die Aufwertung des Aareraums Ost eng zusammen mit dem Ersatz der Kettenbrücke durch den «Pont Neuf». Auch dieser Kredit muss zwingend dem Volk unterbreitet werden.