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Budget genehmigt: Steuerfuss steigt auf 100 Prozent

Im zweiten Anlauf hat der Buchser Souverän das Budget angenommen. Gemeindeammann Urs Affolter ist zufrieden.

Ueli WIld
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Budget genehmigt: Steuerfuss steigt auf 100 Prozent.

Budget genehmigt: Steuerfuss steigt auf 100 Prozent.

Sandra Ardizzone

Der Buchser Souverän hat das Budget im zweiten Anlauf gutgeheissen. Der Steuerfuss steigt damit um 3 statt der ursprünglich geplanten 5 Prozent. 1478 Stimmberechtigte sagten gestern Ja zum revidierten Budget 2016, 1113 lehnten es ab. Dies bei einer Stimmbeteiligung von 61,1 Prozent.

Am 22. November letzten Jahres hatte der Buchser Souverän das Budget noch deutlich, mit einem Nein-Stimmen-Anteil von rund 60 Prozent, abgelehnt. In der Folge nahm der Einwohnerrat am Budget eine kleine Retusche vor: Gestrichen wurden nach einer Marathondebatte 32 700 Franken, die dazu hätten dienen sollen, die Entwicklungsmöglichkeiten des Werkhofs abzuklären. Alle andern Sparvorschläge blieben auf der Strecke. Vor allem aber wurde die Steuerfusserhöhung reduziert. Sah das ursprüngliche Budget noch einen Anstieg um 5 auf 102 Prozent vor, rechnete die überarbeitete Fassung mit lediglich 3 Prozent mehr.

«Richtiger Volksentscheid»

Gemeindeammann Urs Affolter zeigte sich gestern erleichtert. «Jetzt können wir wieder arbeiten.» Er freute sich darüber, dass das Budget nun durch einen «richtigen Volksentscheid» abgesegnet wurde: 57 Prozent der Stimmenden hätte Ja gesagt, und dies bei einer Stimmbeteiligung von 61 Prozent. Affolter sagte auf Anfrage, er sei im Vorfeld der Abstimmung zuversichtlich gewesen. Zumindest seien ihm keine negativen Stimmen mehr zu Ohren gekommen. Trotzdem sei das Budget besser durchgegangen, als er erwartet habe.

Finanzproblematik ungelöst

Für den Buchser Gemeindeammann ist allerdings klar, dass die Finanzproblematik die Gemeinde weiterhin intensiv beschäftigen wird. Es müsse nun mit den Parteien eine Strategie diskutiert werden. Denn: So wie für 2016 könne das jedes Jahr laufen.

Das Buchser Budget rechnet mit Aufwand und Ertrag von je 34,4 Mio. Franken. Die Erfolgsrechnung geht von einem Minus von 2,2 Mio. Franken aus. In der Investitionsrechnung fehlen 7 Mio. Franken. Die Selbstfinanzierung ist nahezu null, der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 0,75 Prozent. Die Verschuldung dürfte bis Ende Jahr auf gegen 15 Mio. Franken ansteigen.

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