Budget 2022
Buchs wird noch röter: Verlust steigt über Millionen-Grenze

Der Gemeinderat sieht sich bei den Finanzen trotzdem auf Kurs. Der Steuerfuss bleibt 2022 bei 108 Prozent. Die Lohnsumme soll um 1 Prozent steigen.

Urs Helbling
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Die aktuell grösste Buchser Investition: Das Schulhaus Risiacher. Nächstes Jahr muss noch der Altbau abgerissen werden.

Die aktuell grösste Buchser Investition: Das Schulhaus Risiacher. Nächstes Jahr muss noch der Altbau abgerissen werden.

Nadja Rohner / Aargauer Zeitung

«Er war leider auch dieses Jahr nicht möglich, ein ausgeglichenes Budget vorzulegen», erklärte gestern Gemeinderat Tony Süess bei der Präsentation des Budgets der Gemeinde Buchs. Für 2022 wird mit einem Fehlbetrag von 1,04 Millionen Franken gerechnet – fast einer Verdoppelung gegenüber dem bereits roten Budget 2021. Doch für Gemeindeammann Urs Affolter ist das kein Grund zur Panik:

«Das Ergebnis ist keine Überraschung. Wir sind gemäss Finanzstrategie auf Kurs.»

Weiterhin Steuerfuss 108 Prozent

Der Gesamtumsatz der Gemeinde wird auf rund 40 Millionen Franken steigen. Bei den Bildungs- und Sozialkosten sei ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen, heisst es. Etwa wegen der wachsenden Schülerzahlen und der Revision des Lohnsystems für Lehrpersonen. Sowie wegen des Kinderbetreuungsgesetzes und wegen mehr materieller Hilfe im Sozialwesen.

Der Steuerfuss bleibt bei 108 Prozent, der Selbstfinanzierungsgrad bei den Investitionen soll 2022 bei 34 Prozent liegen, die Nettoverschuldung pro Einwohner steigt auf 2500 Franken. Aus dem Finanzausgleich gibts 1,607 Mio. Fr. (plus 85000 Franken).

Der Gemeinderat beantragt dem Einwohnerrat, die Lohnsumme der Verwaltung um 1 Prozent (entspricht 52'000 Franken) zu erhöhen. Für individuelle Anpassungen. Die für dieses Jahr vom Souverän bewilligte Lohnsummenerhöhung von 0,3 Prozent ist gemäss Affolter nicht beansprucht worden.

Corona wirkt sich, wie in vielen anderen Gemeinden, auch in Buchs, weniger stark auf die Steuereingänge aus, als befürchtet. Im Gegenteil. Die Verwaltung erwartet, dass die Einnahmen 2021 den Betrag des Normjahres 2020 sogar übertreffen werden.

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