Die Gemeinde Buchs kann stolz sein auf ihre jungen Sportlerinnen: Nicht nur Radfahrerin Aline Seitz (21) ist erfolgreich unterwegs, sondern auch die Eishockey-Spielerin Lena Marie Lutz (17). Mit der Schweizer Nationalmannschaft stand die Verteidigerin gestern an der Eishockey-U18-Weltmeisterschaft in Obihiro (Japan) im Viertelfinale. Dies gelang bisher noch keiner Schweizer Frauen-U18 in der Geschichte. Leider verloren die Schweizerinnen gegen Russland 2:1 nach Penalty-Schiessen und verpassten so den Halbfinal-Einzug.

Trotzdem ist die Leistung bemerkenswert. «Wir haben einen unglaublich guten Teamzusammenhalt», sagte Lutz, der Teamcaptain, gestern kurz nach Spielende zur AZ. «Was wir erreicht haben, ist nicht das Verdienst einer einzelnen Spielerin, sondern eine Teamleistung.»

Schon seit zwölf Jahren spielt Lena Marie Lutz Eishockey. «Durch Zufall habe ich mal ein Spiel gesehen, als ich noch klein war», sagt sie. Seit damals habe sie die Begeisterung für diesen Sport gepackt. Begonnen hat sie ihre Karriere beim EHC Aarau (Argovia Stars). Momentan spielt sie beim SC Reinach Ladies.

Wenn sie nicht selber auf dem Eis steht, fant sie für Ambri Piotta und die Toronto Maple Leafs. «Eishockey ist ein Teamsport, wenn man nicht als ‹Familie› funktioniert, wird man nicht viel erreichen», erklärt sie ihre Passion. «Man muss physisch so wie psychisch sehr fit sein und man lernt so viele Sachen für sein Leben – auch neben dem Eis.»

Lena Marie Lutz wohnt nicht nur in Buchs, sie absolviert auf der Gemeindeverwaltung auch ihre KV-Lehre. «Ich bin im 1. Lehrjahr. Mit ein wenig Organisationstalent und sehr viel Disziplin lässt es sich gut ‹handlen›.» Wenn sie nicht gerade im Training oder bei einem Spiel sei, müsse sie meistens für die Schule lernen oder andere Arbeiten schreiben. Viel Zeit für anderes bleibe da nicht. Und im Gegensatz zu den gut bezahlten Herren spielen die Eishockey-Frauen wirklich nur für Ruhm und Ehre: «Eishockey ist mein Hobby, Geld werde ich damit leider nie verdienen können.» Das Fernziel für die junge Sportlerin? «Olympische Winterspiele!»