Herr Affolter, Sie wurden letzte Woche vom Aarauer Stadtrat über den «Plan B» informiert. Waren Sie überrascht?

Urs Affolter: Eigentlich nicht. Man hat geahnt, dass etwas im Busch ist, nachdem die Baubewilligung seit einem Jahr rechtskräftig ist und seither keine konkreten Pläne für den Baubeginn kommuniziert wurden.

Der «Plan B» sieht vor, auf die Mantelnutzung mit Einkaufszentrum zu verzichten und stattdessen das Stadion mit drei Hochhäusern neben der Sportstätte querzufinanzieren. Wie haben Sie die News aufgenommen?

Verhalten positiv – ich hatte immer Bedenken, ob es neben der Altstadt und den Einkaufszentren in der Telli und im Wynenfeld wirklich noch einen weiteren Verkaufsstandort braucht.

Sie sind auch Stadtplaner. Machen Hochhäuser an dieser Stelle Sinn?

Ja, Hochhäuser als «Landmark» entlang der Bahnlinie sind absolut denkbar, sofern sie präzise gesetzt werden. Im Rahmen des Verbandes AarauRegio sind wir im Moment daran, ein regionales Hochhauskonzept zu erarbeiten, das sich mit solchen Fragen auseinandersetzt.

Was würde es für Buchs bedeuten, wenn «Plan B» umgesetzt wird?

Ich habe den Eindruck, dass sich für unsere Einwohner die Situation dadurch eher verbessern könnte – im Vergleich zum bisherigen Stadionprojekt gäbe es mit der neuen Variante tendenziell wohl weniger Belastung durch Zu- und Wegfahrten.