Das Budget 2011 der Gemeinde Buchs rechnet mit Nettoinvestitionen von 6,021 Mio. Franken, die nur teilweise aus eigenen Mitteln finanziert werden können. Trotzdem bleibt der Steuerfuss bei 97 Prozent.

Der gesamte Buchser Voranschlag inklusive Eigenwirtschaftsbetriebe geht von einem Aufwand und Ertrag von 27,179 Millionen Franken aus. Die Nettoinvestitionen der Einwohnergemeinde von 6,021Millionen Franken können nur teilweise durch eigene Mittel finanziert werden. Es müssen 2011 vorgeschriebene Abschreibungen von insgesamt 446100Franken vorgenommen werden; «zusätzliche Abschreibungen sind nicht möglich», schreibt Finanzverwalter Adrian Meier.

Im Wesentlichen beeinflussen folgende Rahmenbedingungen den Voranschlag: Mit der Neuordnung der Pflegefinanzierung und der Teilrevision des Pflegegesetzes auf den 1.Januar 2011 haben die Gemeinden
55Prozent respektive 46Millionen Franken der Akut- und Übergangspflegekosten zu übernehmen. Dies bedeutet für Buchs einen Beitrag von 525000Franken. Diese Gesetzesänderung hat Auswirkungen auf die Spitexorganisationen, was für unsere Gemeinde Mehrkosten von rund 100000Franken verursacht. Die neue WSB-Haltestelle beim Kreisel Mitteldorf hat gegenüber den früheren Beiträgen an die SBB Mehrkosten von 231840 Franken als Beitrag an den öffentlichen Verkehr zur Folge. Schliesslich erhöht sich die Beteiligung der Gemeinde an die Restkosten der Sonderschulen um 194000Franken. Da die IBAarau StromAG ihren Auszahlungsmodus für die Konzessionsentschädigung an die Gemeinden ändert, ergeben sich für 2011 erhebliche Mehreinnahmen.

Die Nettoinvestitionen von 6,021 Millionen Franken setzen sich wie folgt zusammen: 215000 Franken als erste Tranche für den Ersatz des Tanklöschfahrzeugs; 564500Franken für die Ausfinanzierung des Verwaltungsvermögens der Kreisschule Buchs-Rohr sowie 635100 Franken an die Heizungssanierung des Schulhauses Suhrenmatte; 39500Franken als Beitrag an den Neubau eines Chemie- und Entsorgungsraums für das Schwimmbad Suhr-Buchs-Gränichen; 100000 Franken als erste Tranche an die Sanierung der Kunsteisbahn Region Aarau; zudem 500000 Franken als erste Tranche für die Sanierung und den Ausbau des Alterszentrums Suhrhard, abzüglich Beitrag von Aarau Rohr von rund 167000 Franken; eine erste Tranche von 100000Franken an den Kanton für die Lärmsanierung an der Tramstrasse K242; 336000Franken für verschiedene Belagssanierungen und Erneuerungen bei den Gemeindestrassen.

Weitere 3 Millionen Franken gehen an den Neubau der Verbindungsspange Buchs Nord, woran sich der Kanton und die Stadt Aarau mit je 1Million Franken beteiligen; 640000 Franken an die Fuss- und Radwegverbindung unter der Suhrenbrücke; zudem 200000Franken für die Erneuerung des Suhrenstegs beim Schulhaus Suhrenmatte sowie eine Tranche von 1Million an die WSB-Eigentrassierung Aarau–Buchs–Suhr. Im Weiteren sind 790000Franken für die bauliche und die energetische Sanierung der Abdankungshalle mit Einbau eines Behinderten-WCs vorgesehen.

Das vorliegende Budget wurde erneut mit einem Steuerfuss von 97 Prozent erstellt. Dabei ist laut der Buchser Finanzverwaltung festzuhalten, dass es sich bei 70Prozent dieser Aufwendungen um gebundene Investitionen handelt, die entweder aufgrund von Verträgen, Absichtserklärungen oder Dekreten (Strassenbau) vorgenommen werden müssen. (az)