Buchs
Vizeammannkandidat Samuel Hasler: «Ich wollte und konnte nicht mehr tatenlos zuschauen»

Acht Männer wollen (wieder) in den Buchser Gemeinderat. Die AZ stellt sie anhand eines standardisierten Fragebogens vor. Heute: Samuel Hasler (SVP).

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Samuel Hasler ist Präsident der Ortspartei und sitzt im Einwohnerrat. Er kandidiert als Neuer für den Gemeinderat und den Vizeammannsitz, den die SVP auch bisher inne hatte.

Samuel Hasler ist Präsident der Ortspartei und sitzt im Einwohnerrat. Er kandidiert als Neuer für den Gemeinderat und den Vizeammannsitz, den die SVP auch bisher inne hatte.

Bild: Fabio Baranzini

Was stört Sie an Buchs?

Samuel Hasler: Wenn mich etwas in Buchs massiv stören würde, wäre ich sicherlich nicht nach Buchs gezogen. Buchs ist ein Dorf mit vielen Facetten, sowohl gute, aber auch weniger gute. So gibt es Probleme im Bereich der Finanzen, Schule und im Sozialen. Aber trotzdem kann Buchs von sehr guten Verkehrswegen, einem idealen Firmenstandort und einer starken Feuerwehr profitieren.

Wie lange halten Sie es ohne Handy aus?

In der Arbeit und im Privaten wäre eine Stunde bereits Rekord, im Urlaub halte ich es dann deutlich länger aus ohne Handy.

Der Senkrechtstarter

Samuel Hasler (24) ist ledig. Er stammt aus dem Wallis und kam erst vor wenigen Jahren in den Aargau, engagiert sich aber schon lange in der Partei (aktuell als Präsident der Orts- sowie Bezirkspartei), ausserdem im Aargauer Jugendparlament und im Einwohnerrat. Beruflich ist er als IT-Manager tätig. 

Warum sind Sie Politiker geworden?

Mich hat es gestört, mich immer nur darüber aufzuregen, was in der Politik falsch läuft. Ich wollte und konnte nicht mehr tatenlos zuschauen, wie Entscheide mein tägliches Leben beeinflussen, welche ich nicht so getroffen hätte.

Warum ist Andreas Glarner ein guter Politiker?

Andreas Glarner ist ein engagierter und sicherlich kontroverser Politiker. Er sagt klar und direkt, was er denkt und meint.

Wofür werden zu viele Steuergelder ausgegeben?

Sozialhilfe! Jeder 7. Steuerfranken wird dort ausgegeben. Hier müssen wir zwingend handeln, um eine weitere Steuererhöhung zu verhindern. Wir müssen den Menschen eine Perspektive geben und sie wieder in die Arbeitswelt integrieren. Wer die Hilfe des Staates missbraucht, muss mit Konsequenzen rechnen.

Wenn Sie einfach so könnten: Wofür würden Sie 10 Millionen Steuer-Franken ausgeben?

Ich würde es den Bürgern zurückgeben! Wenn ich einfach so Steuergelder ausgeben könnte, würde in der Gemeinde so einiges schief laufen.

Trauern Sie dem Zukunftsraum nach?

Absolut nicht! Es war der richtige Entscheid und ich bin noch heute den Buchserinnen und Buchsern hierfür dankbar. Dank dem Nein zum Zukunftsraum können wir weiterhin selber über unser Schicksal entscheiden.

Soll Buchs vermehr sparen oder den hohen Steuerfuss längerfristig akzeptieren?

Wir müssen einen noch höheren Steuerfuss verhindern! Aktuell ist Buchs auf bestem Wege, den maximalen Steuerfuss von 127 Prozent zu erreichen. Es stehen Investitionen im Schulraum, in der Schulinformatik und im Verkehr an. Nicht zu vergessen der baldige Wegfall der 1,5 Mio. Franken an Kostenersatz für Flüchtlinge.

Warum könnten Sie sich vorstellen, in «Little Istanbul» (Aarauerstrasse) zu wohnen?

Die Aarauerstrasse hätte enormes Potenzial zu einer lebhaften und attraktiven Strasse zu werden. Jedoch erfordert dies eine enorme Aufwertung der Strasse, Gebäude und Geschäfte. Es kann nicht sein, dass auf 400 Meter Strasse fünf Friseursalons und drei türkische Lebensmittelhändler sind. Vielfalt stelle ich mir anders vor. Bis dahin verzichte ich dankend auf eine Wohnung.

Was finden Sie attraktiv an sich?

Das müssen Sie wohl eher andere als mich fragen.

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