Buchs
In Nachbarschaft zum neuen Stadion sollen weitere Gewerbeflächen entstehen

Gegenüber der Eniwa, auf einer grossen freien Fläche, sind zwei neue Gewerbebauten geplant. Autonahes Gewerbe und Freizeitangebote sollen dort vertreten sein - etwa ein Reifenhotel und ein «Paddle»-Center.

Nadja Rohner
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Hier soll das neue Gewerbeareal entstehen.

Hier soll das neue Gewerbeareal entstehen.

Nadja Rohner

Das Areal gleich südlich der SBB-Geleise, zwischen Buchserstrasse (Aarau) und Gysistrasse (Buchs), hat sich in den letzten zehn Jahren massiv verändert. Auf Aarauer Seite vor allem durch die Neubauten des Aeschbachareals und die Abrissarbeiten auf der Stadion-Brache, wo dereinst nicht nur die Sportinfrastruktur, sondern auch vier Wohntürme entstehen sollen. Auf Buchser Seite war die Entwicklung geprägt durch den Bau des neuen Eniwa-Hauptsitzes und der Verbindungsspange Buchs Nord. Bald soll die Post AG neuen Schwung in das zwischenzeitlich verlassene Lagerhäuser-Gebäude am Amsleracherweg im Gebiet Neubuchs West bringen.

Aber es passiert bald noch mehr. Am anderen Ende des Amsleracherwegs, auf einer grossen Wiese gegenüber der Eniwa, sollen weitere Gewerbebauten entstehen. Sie sind bereits zur Vermietung ausgeschrieben. Die Besitzerin, die Arguba AG, ist dieselbe, der auch das Areal Neubuchs Ost gehört. Dahinter steckt die Arthur-Waser-Gruppe mit Sitz in Luzern.

Die Parzelle ist rund 12'500 Quadratmeter gross

Für die Entwicklung und die Mietersuche des neuen Buchser Gewerbeareals ist die Wädenswiler ContractLogistics24 zuständig. Geschäftsführer Carlo Bernasconi glaubt an das Potenzial des Standorts im Umfeld des Torfeld Süd – besonders im Hinblick auf den Stadionbau und die Wohntürme mit ihren 800 Wohnungen, die den Planungsperimeter in den nächsten Jahren nochmals stark verändern werden, sagt er.

Auf der über 12500 Quadratmeter grossen Parzelle am Amsleracherweg, wo sich heute nur Gras, Kies und ab und zu Fahrzeuge befinden, sollen nun zwei markante, zusammengehörende Gewerbebauten entstehen. Sie werden über den Nordring erschlossen und stehen nahe an der Nordgrenze der Parzelle – «Für die Anwohner südlich der Parzelle ergibt sich so ein Riegel gegen den Zuglärm».

Mit dieser Visualisierung sind die Gewerbeflächen zur Vermietung ausgeschrieben.

Mit dieser Visualisierung sind die Gewerbeflächen zur Vermietung ausgeschrieben.

Zvg

Gegen die Häuser hin, die alle schon älteren Datums sind, entstehen Parkplätze. Die neuen Bauten sind ausserdem unterkellert – auch hier soll es Parkflächen geben. Für Bernasconi ist das ein extrem wichtiger Punkt; auch, um eine gewisse Flexibilität in der Nutzung der Gebäude über ihren ganzen Lebenszyklus zu bewahren.

Warum Parkplätze wichtig sind

Carlo Bernasconi kennt die Notwendigkeit von Parkplätzen aus verschiedenen Revitalisierungsprojekten. Zum Beispiel in Oberentfelden: Dort hat er dem ehemaligen «Umdasch»-Areal zu neuem Leben verholfen. Das revitalisierte Gebäude heisst nun «A1 Areal». «Entscheidend war für mich, dass genügend Parkplätze vorhanden waren für verschiedene Mieter», betont Bernasconi. 100 Stück sind es in Oberentfelden. In Buchs werden 80 Aussenparkplätze und 70 in der Tiefgarage gebaut.

Zwei Drittel der Flächen sind schon vergeben

Die neuen Gebäude in der Buchser Industriezone sind als «Multi-Tenant-Objekte» geplant, also für mehrere, verschiedene Mieter. Etwa zwei Drittel der rund 17500 Quadratmeter Nutzfläche sind schon vergeben. In eines der Gebäude werden Mieter aus dem Automobilgewerbe ziehen. Ein Räder-Hotel zum Beispiel, wo Autogaragen die Reifen ihrer Kunden zentral lagern können, sodass nicht jede Filialbetrieb ihr eigenes umfassendes Lager mit hohen Brandschutzauflagen führen muss. Und ein «Auto-Spa», laut Bernasconi «eine hochmoderne Waschanlage mit permanenter Betreuung». Es hätte noch Platz für einen weiteren Mieter im Erdgeschoss, eine Autowerkstatt zum Beispiel, oder ein Anbieter im Bereich Mikromobilität (E-Bike, etc.).

Ins zweite Gebäude zieht ein Paddle-Center, online buchbar und rund um die Uhr zugänglich. Paddle ist eine tennisähnliche Sportart. Auch weitere Anbieter für Freizeit- und Sportaktivitäten sind angedacht. «Wir suchen hier sicher noch einen Anbieter für Verpflegung», so Bernasconi. Die Nachfrage nach den Flächen ist gut; aber reine Retailer muss Bernasconi abweisen. Das wäre nicht zonenkonform.

Die beiden Bauten werden höher als ihre direkt angrenzenden Nachbargebäude; etwa so hoch wie die Eniwa-Zentrale. Auf dem Dach ist eine riesige Fotovoltaikanlage geplant. «Die Gebäude werden sich selber mit Strom versorgen können», so Bernasconi. Es sollen funktionale, aber optisch ansprechende Bauten werden. «Das Eniwa-Gebäude gefällt der Bauherrschaft sehr. Deshalb möchte die Bauherrschaft ihm auch etwas Schönes gegenüberstellen.» Wie genau sich die Fassade präsentieren wird, ist allerdings noch offen und wird mit dem Baubewilligungsverfahren eingereicht.

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