«Ein Meilenstein ist erreicht. Die Einführung der Elternmitwirkung in Aarau ist seit etwa 15 Jahren ein Thema und wird nun endlich Realität.» Diese Grussworte richtete Angelica Cavegn Leitner, Präsidentin des Einwohnerrats, an die Ende Mai gewählten Mitglieder des ersten Aarauer Elternbeirats.

Die Entstehung und das Konzept des Elternbeirats erläuterte Véronique Persson, Präsidentin der Schulpflege. Sie rief dazu auf, möglichst rasch Wirkung zu erzielen, aber auch die Komplexität der Schule im Auge zu behalten: «Engagieren Sie sich für die Aarauer Schule und für einen konstruktiven Austausch zwischen Schule und Eltern, im Interesse unserer Kinder.»

Die Zuständigkeiten des neuen Gremiums

Ziel des Aarauer Elternbeirats ist es, eine Brücke zwischen Schule und Eltern zu bauen. Er ist zuständig für Themen, die in der gemeinsamen Verantwortung von Schule und Eltern liegen. Dazu gehören zum Beispiel die Gesundheitsförderung, die Schulhauskultur, die Pausenplatzgestaltung, der Umgang mit Konflikten, die Schulwege, die Sucht- und die Gewaltprävention. Dabei unterstützt der Elternbeirat die Schulpflege und die Schulleitung, stellt Anträge und gibt Stellungnahmen und Empfehlungen ab.

Der Elternbeirat setzt sich zusammen aus 14 stimmberechtigten Elternvertretern und -vertreterinnen sowie aus 9 Vertretern der Lehrpersonen, der Schulleitung und der Schulpflege mit beratender Stimme. In das Leitungsteam gewählt wurden Irène Rösch, Elternvertreterin der Bezirksschule, Daniel Kolb, Elternvertreter des Schulhauses Gönhard, und Res Wirz, Gesamtleiter der städtischen Schule Aarau.

Bis zur nächsten Sitzung Ende November befassen sich Arbeitsgruppen mit verschiedenen Themen. So wird geprüft, wie Schwellen zwischen Lehrpersonen und Eltern abgebaut werden können. Alle Eltern werden eingeladen, ihre Anliegen vorzubringen, damit im Austausch zwischen Schule und Eltern Lösungen gefunden werden können. Ein wichtiges Ziel ist schliesslich auch die Verbesserung der Kommunikation zwischen Schule und Eltern. Nach einer zweijährigen Pilotphase soll auf den Beginn des Schuljahres 2012/2013 die Elternmitwirkung auf Schulhausebene umgesetzt werden. (pd/az)