Schön sieht sie aus, die Vordere Vorstadt. Zumindest solange man nur die schicken alten Häuser betrachtet und nicht nach unten blickt. Denn der Belag auf der Fahrbahn und den Trottoirs hat definitiv schon bessere Zeiten gesehen.

Schon eine ganze Weile ist vorgesehen, den Strassenabschnitt zwischen Aargauerplatz und Graben/Holzmarkt zu sanieren – der Einwohnerrat hat dafür 2014 einen Projektierungskredit bewilligt. Doch das Projekt hat sich verzögert. Unter anderem, weil punkto Strassenbelag verschiedene Varianten eingehend geprüft wurden und weil an dieser heiklen Stelle am Rande der Altstadt auch verschiedene Kommissionen mitreden können.

Doch nun tut sich etwas: Laut dem zuständigen Stadtrat Werner Schib soll der Einwohnerrat noch vor den Sommerferien über den Baukredit befinden. Das Bauprojekt wird anschliessend öffentlich aufgelegt.

Die geplanten Arbeiten gehen über eine blosse Strassensanierung hinaus. Die Trottoirs, zum Flanieren gedacht, sollen auf Kosten der Fahrbahn deutlich breiter werden. Diese ist heute an der schmalsten Stelle 8,5 Meter breit, später soll sie an der breitesten Stelle noch maximal 7 Meter messen. Die reduzierte Strassenbreite wird zugunsten des Fussverkehrs den Trottoirs zugeschlagen. Der Stadtrat findet das sinnvoll, weil die Durchfahrten wegen der verkehrsfreien Altstadt deutlich abgenommen haben. Im Zuge der umfassenden Belagssanierung und Strassenraumaufwertung werden auch die Werkleitungen erneuert. Rund 1,6 Mio. Franken soll das Ganze kosten, pro Quadratmeter gut 600 Franken. Ursprünglich hatte man gehofft, bereits Ende 2016 mit dem Bau beginnen zu können.