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Böse Überraschung in Erlinsbach: Kantonsbeitrag um 800 000 Franken tiefer

Der Anbau beim Schulhaus Bläuen macht Fortschritte. Man ist im Zeitplan.

Der Anbau beim Schulhaus Bläuen macht Fortschritte. Man ist im Zeitplan.

Wegen einer «Fehlinterpretation» erhält der Gemeindeverband Schule Erzbachtal für die Erweiterung der Schulanlage Bläuen vom Kanton Aargau weniger Subventionen als erwartet. Die Schuld liegt bei der Bauherrschaft.

Die Arbeiten für den Neubau der Hauswirtschaftsschule und für einen Kindergarten im Zentrum Bläuen sind in vollem Gang. Man liege, meldet der Gemeinderat im aargauischen Erlinsbach, «im Terminplan», der es erlaubt, die neuen Anlagen wie geplant auf Beginn des Schuljahres 2013/14, also im kommenden August, dem Betrieb übergeben zu können.

Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass sich die Bauherrschaft, der Gemeindeverband Schule Erzbachtal, bei der Berechnung des Beitrags des Kantons Aargau an diese Investition bös verhauen hat. Statt der vermeintlichen Summe von 900 000 Franken fliesst aus Aarau lediglich der Betrag von rund 100 000 Franken nach Erlinsbach. Der Schulvorstand ist zur Erkenntnis gelangt, dass «diese erhebliche Differenz auf einem Fehler bei den Berechnungsgrundlagen der subventionsberechtigten Kosten beruht». Diese falsche Erwartung geht laut dem Erlinsbacher Gemeindeschreiber Bruno Vogel «ganz klar auf die Kappe der Bauherrschaft», also auf jene des Schulvorstandes, der für das gesamte Vorhaben verantwortlich zeichnet.

Abgestimmt hat der Souverän der beiden Gemeinden Erlinsbach am vergangenen 17. Juni über einen Bruttokredit von 3,95 Millionen Franken. In den Erläuterungen an die Stimmberechtigten ging der Schulvorstand damals noch von 900 000 Franken aus, die dank dem Kanton Aargau in Abzug zu bringen seien. Nun fehlen bei der Finanzierung also netto 800 000 Franken. Weil es an der Urne um einen gesetzlich vorgeschriebenen Bruttokredit ging, ist die Realisierung des Projekts nicht durch einen Baustopp gefährdet. Auch ein Nachtragsbegehren ist nicht nötig, unter dem Strich zahlen die beiden Erlinsbach im Rahmen der Bauabrechnung die Zeche. Gemäss dem Verteilschlüssel (nach Einwohnerzahl) trifft es die Aargauer etwas mehr als die Solothurner. Der Kanton Solothurn zahlt im übrigen im Gegensatz zum Aargau keinen Rappen an diese Schulraumerweiterung im Erzbachtal.

Weitere finanzielle Überraschungen sind beim laufenden Erweiterungsbau des Schulzentrums Bläuen nicht zu erwarten. Nach der Vergabe der meisten Arbeiten und Aufträge liegt man «gesamthaft unter dem Kostenvoranschlag». Trotzdem ist die neue Situation laut Bruno Vogel «mehr als unerfreulich und nicht zu beschönigen, leider aber auch nicht zu ändern».

Geklärt werden konnte immerhin die Situation für die Musikschule im Erzbachtal. Nach der Kündigung der bisherigen Räumlichkeiten im Geschäftshaus (ehemals von Däniken AG) wird der Betrieb im Sinne einer provisorischen Lösung ab Schuljahr 2013/14 im alten Gemeindehaus von Erlinsbach AG an der Küttigerstrasse und im Gemeindehaus Erlinsbach SO sichergestellt.

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