Buchs

Bodybuilder Bruno Jelovic aus Buchs rettet Hunde in Bosnien

Futter und etwas Zuneigung: Das bekommen die Tiere von Bruno Jelovic.

Futter und etwas Zuneigung: Das bekommen die Tiere von Bruno Jelovic.

Der «Personal Trainer» setzt sich mit seinem Projekt «Save the dogs» für Strassenhunde in seine Heimat ein.

Bruno Jelovic lebt in Buchs und ist selbstständiger «Personal-Trainer». Der muskelbepackte Körper des 29-Jährigen ist mit unzähligen Tattoos verziert. Seine Erscheinung wirkt im ersten Moment etwas einschüchternd, aber unter dieser vermeintlich harten Schale schlägt ein weiches Herz – ein Herz für Hunde. So versucht er seit März mit seinem Projekt «Save the Dogs» Strassenhunde in Bosnien zu retten.

Bosnien hat seit vielen Jahren ein Problem mit Strassenhunden. Die Hunde sind verwahrlost, abgemagert und krank. Die Leute bewerfen sie mit Steinen oder zünden sie sogar an. Von klein auf wird den Kindern eingetrichtert, dass man sich den Hunden nicht nähern soll, denn sie seien aggressiv. So war es auch bei Bruno Jelovic, der seine Wurzeln in Travnik, eine Stadt im Landesinnern 100 km nordwestlich von Sarajevo, hat. Er und seine Familie wanderten in die Schweiz ein, als er zehn Jahre alt war.

Letztes Jahr kehrte Bruno Jelovic mit seiner damaligen Freundin in seine Heimatstadt zurück, um sie seinen Verwandten vorzustellen. Während ihres Besuches bemerkten die beiden, wie schlimm es um die Streuner in der Region steht und sie beschlossen, den Hunden, die auf Mülldeponien und an den Strassenrändern leben, Essen und Wasser zu bringen. «Es war meine Ex-Freundin, die in mir den Wunsch weckte, etwas gegen diese untragbare Situation zu unternehmen», sagt Bruno Jelovic.

Langfristiges Ziel ist ein Heim für Srassenhunde

Zurück in der Schweiz rief er das Projekt «Save the Dogs» ins Leben: «Ich habe vor Ort rund sieben Helfer und Helferinnen, die mehrmals pro Woche an fünf verschiedenen Standorten die Hunde füttern, ihnen Liebe schenken und wenn möglich auch medizinische Behandlungen zukommen lassen.» Das Projekt wird mit Spendengeldern finanziert. Auch Qualipet hat schon Futter gespendet.

Damit die Spender wissen was mit ihren Beiträgen passiert dokumentiert Bruno Jelovic die Arbeit der Helfer auf dem Instagram-Kanal «@savethedogsbih». «In den letzten sechs Monaten habe ich rund 8000 Stories gepostet, die zeigen, was für die Hunde auf den Strassen getan wird», sagt Jelovic. Der Bodybilder setzt jede freie Minute für sein Vorhaben ein: «Langfristig ist es mein Ziel ein Stück Land zu kaufen und ein Heim für die Tiere zu bauen. Nur so können wir die Situation in den Griff bekommen.» Dafür müssen aber noch viel mehr Spendengelder zusammenkommen. Trotz dem beschwerlichen Weg glaubt Bruno Jelovic an sein Projekt und hofft, dass es in anderen bosnischen Städten zum Vorbild genommen werden wird. (kbw)

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Autorin

Kim Barbara Wyttenbach

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