Aarau
Boden einer Parzelle im Dammquartier ist belastet – grosse Sanierung plus Neubau sollen das ändern

Nadja Rohner
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Am Dammweg 5 in Aarau ist eine grosse Wohnüberbauung geplant.

Am Dammweg 5 in Aarau ist eine grosse Wohnüberbauung geplant.

Ueli Wild

Während über 50 Jahren befand sich im Aarauer Dammquartier, gleich nach der Bahn-Unterführung, eine chemische Reinigung (zuletzt als «Ideal»-Reinigung bekannt). Und über Jahre sind hier offenbar chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW) in den Boden gelangt. Die Verschmutzung ist seit über 30 Jahren bekannt und wurde teilsaniert. Bis in den 1990er-Jahren wieder CKW-haltiges Abwasser in den Boden gelangte. Nun sollen die Schadstoffe, die das Grundwasser belasten, aus dem Boden. Dafür liegen beim Aarauer Stadtbüro bis zum 15. April zwei Baugesuche auf: für den Abriss der alten Gebäude (Haus, Garage, Pavillon), die Schadstoff-Sanierung durch Aushub und Entsorgung des kontaminierten Bodens sowie für den Neubau eines Mehrfamilienhauses. «Langjährige Sanierungsversuche und Untersuchungen haben gezeigt, dass die Verschmutzung über einen Rückbau des bestehenden Gebäudes und Ausheben der verschmutzten Bereiche reduziert werden kann», heisst es im Baugesuch.

Bauherrin ist die Personalvorsorgestiftung der Ringier-Gruppe (Zofingen), das Neubau-Projekt stammt von der Husistein&Partner AG (Aarau). Die Baukosten (ohne Land) betragen gemäss Baugesuch 3,536 Mio. Franken. Die Sanierung, an der sich auch Bund und Kanton finanziell beteiligen, kostet rund 1,2 Mio. Franken. Die Menge der zu entsorgenden schadstoffbelasteten Materialien wird auf etwa 4450 Tonnen geschätzt. Für den Fall, dass der Aushub alleine nicht das gewünschte Sanierungs-Resultat bringt, werden Anlagen für eine spätere Bodenluft-Absaugung eingeplant. Ziel ist, das Schadstoffpotenzial um mindestens 90 Prozent zu reduzieren.

Der Neubau soll gemäss Baugesuch einen quartierprägenden Charakter haben. Geplant sind 17 Wohnungen: vier mit 3,5 Zimmern, die anderen mit 2,5 Zimmern. Er hat drei Stockwerke plus ein Attika-Geschoss. Das Projekt ist abhängig von der neuen Bau- und Nutzungsordnung, die frühestens im Herbst rechtskräftig wird.

Die Bushaltestelle "Ifang" muss während der Bauzeit leicht verschoben werden.