Aarau
Blinkende gelbe Ampeln am Kreuzplatz sorgen für Irritationen – was war da los?

Am Aarauer Kreuzplatz sind am Dienstagnachmittag die Ampeln ausser Betrieb: Statt Rot oder Grün zeigen sie blinkendes Gelb an. Das sorgt für Irritation bei den Verkehrsteilnehmern – und für brenzlige Situationen.

Philipp Zimmermann
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Am Kreuzplatz kamen die Autofahrer heute über die Mittagszeit ins Staunen: Statt Rot oder Grün zeigten die Ampeln blinkendes Orange an. Wer das Treiben an der Kreuzung beobachtete, stellte fest: Die ungewöhnliche Situation sorgte bei den Verkehrsteilnehmern für Irritation und Vorsicht. Es kam auch zu brenzligen Situationen, nicht aber zu einem Unfall.

"Die Ursache für das Gelbblinken war ein Unfall", erklärt Daniel Schwerzmann, Leiter Verkehrsmangement bei der kantonalen Abteilung Tiefbau. In so einem Fall stellt die Kantonspolizei auf Gelbblinken um. Die Abteilung Verkehrsmanagement von kantonalen Baudepartement sichert nun die Daten der Anlage: : Diese geben Aufschluss darüber, wie die einzelnen Spuren der Kreuzung zum Zeitpunkt des Unfalls befahren wurden und ob ein Rotlicht missachtet worden ist.

"Der Speicherplatz der Anlage ist allerdings begrenzt", führt Schwerzmann aus.. Damit die Daten zum Unfallzeitpunkt nicht überschrieben werden, müsse die Lichtsignalanlage für die Zeit des Zugriffs auf blinkendes Gelbblinken umgestellt werden.

Fahrerin missachtete Rotlicht

Laut Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei, kam es um 11.30 Uhr zur Kollision auf dem Kreuzplatz. Eine VW-Polo-Fahrerin (61) gab zu, ein Rotlicht missachtet zu haben. Sie sei von der Sonne geblendet worden. Deshalb kam es zum Zusammenstoss mit einem Volvo.

Die Lenkerin des Volvo klagte über Beschwerden. Eine Ambulanz brachte sie zur Untersuchung ins Kantonsspital Aarau. Die Unfallverursacherin blieb unverletzt.

Um 13.50 Uhr wurde die Lichtsignalanlage laut Graser wieder auf Normalbetrieb umgestellt. Der Kreuzplatz wird laut Daniel Schwerzmann täglich von rund 45'000 Fahrzeugen befahren. "Er ist damit einer der am stärksten frequentierten Knoten im Aargauer Kantonsstrassennetz."