Bildung
«Die Kinder sind die Experten» – Bei der Planung von Spiel und Pausenplätzen wird grossen Wert auf die Meinung des Nachwuchs gelegt

Aarau zeigt, wie die Kinder bei der Aufwertung der Schulanlagen und der Spielplätze mitwirken können. Laut Aarauer Stadträtin Franziska Graf (SP) geht die Stadt das ganze heute anders an als früher.

Urs Helbling
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«Etwas cooles»: Franziska Graf und Pascal Müller vor dem Spielplatz der Schulanlage Rohr. Die Geräte sind sehr statisch.

«Etwas cooles»: Franziska Graf und Pascal Müller vor dem Spielplatz der Schulanlage Rohr. Die Geräte sind sehr statisch.

Fabio Baranzini

Als die Aarauer Stadträtin Franziska Graf (SP) ihr Amt antrat, entdeckte sie beim Gönhard-Schulhaus ein einbetoniertes Schild «Rasen betreten verboten». Das Schild ist längst weg. Und die Planung von Spiel- und Pausenplätzen geht die Stadt heute anders an als früher, wie Franziska Graf und Pascal Müller, Leiter Betrieb und Unterhalt bei der Stadt, gestern an einem Medienrundgang zeigten. «Es ist sehr wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen mitgestalten können», betonte Graf. «Sie sind die Experten für die Kinderspiel- und Schulhausplätze.»

Beim Aareschulhaus entstand für 40000 Franken eine naturnahe Anlage mit grossem Sandkasten. Jedes Kind konnte ein eigenes Pflänzli setzen. Beim Telli-Schulhaus wurde ein Kiesplatz für 60000 Franken mit Geräten möbliert, die sich bewegen. In Rohr wünschten sich die Kinder dagegen etwas statisches: Das Projekt «Die Versuchsmaschine» kostete 120000 Franken.

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