Aarau
Bier-Chauffeure und Zalando-Kuriere sorgen für Ärger in der Altstadt

Am «Runden Tisch» im Stadtmuseum war einmal mehr die Entwicklung des Detailhandels in der Altstadt von Aarau ein grosses Thema.

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Die Aarauer Altstadt.

Die Aarauer Altstadt.

Keystone

Aus dem Kreise der Geschäftsbetreiber wurde etwa moniert, dass immer wieder Handwerker-Autos, Bier-Lastwagen oder Kurier-Fahrzeuge die Strasse verstellen und den Blick auf die Läden beeinträchtigen. Die Bier-Chauffeure, weil sie nach dem Abladen häufig in der Beiz noch einen Kaffee trinken und so die Standzeiten verlängern. Die Kuriere, weil sie Zalando-Pakete bringen, also Sendungen von jenem Anbieter, der für die Detailhändler eine immer grössere Konkurrenz ist.

Einmal mehr wurde der Wunsch nach einem Magnet, nach einem Frequenzbringer, in der Altstadt laut. Und einmal mehr betonten die Ladenbesitzer, wie wichtig es für sie sei, dass der Bus durch die Gassen fahre. Weil so bis zu 10 000 Personen täglich auf ihre Geschäfte aufmerksam würden. Vonseiten der Busbetriebe Aarau hiess es, die Altstadt sei die letzte noch verbliebene Busspur in der Innenstadt. Also ein Vorteil – trotz Tempo 15.

Leute, die Immobilien am Rain besitzen, fühlen sich vom Verkehr stark belästigt. Vor allem seit der Schliessung der Vorderen Vorstadt im Jahr 2011 gäbe es immer wieder Kolonnen. Und die Velofahrer würden regelmässig auf dem Trottoir fahren. Es wurde angeregt, ein Einbahnregime (Verkehr stadtauswärts) zu schaffen.

Dass aus den «Runden Tischen» etwas entstehen kann, zeigt das Beispiel der Öffnungszeiten der Klubs. Der Stadtrat wird sich demnächst mit dem Thema einer dreimonatigen Testphase für ein Klub-Leben bis morgens um sechs Uhr befassen. (uhg)