Aarau
Beyhan wieder am Pizzaofen

Im «Casa Luce» hat eine neue Crew mit bewährten Kräften aus der Potpourri-Zeit das Ruder übernommen. Die gastronomische Italianità wird neu belebt.

Hubert Keller
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Aargauer Zeitung

Früher war das «Potpourri» in der Telli ein Geheimtipp. Auch wenn das Tipi-Zelt für die Autofahrer auf der Aaretalstrasse, die in die Stadt beziehungsweise zum Autobahnzubringer führt, gut sichtbar war, das Restaurant an der Weihermattstrasse war so leicht denn doch nicht zu finden. Es versteckte sich hinter den Industriegebäuden. Zufriedene Gäste führten einen hin, schwärmten von den Pizze und der einfachen italienischen Küche.

Es wechselten die Wirtsleute, und mit ihnen das gastronomische Konzept. Es wechselten, sofern sie noch kamen, auch die Gäste. «White and blue coloured workers» hatten sich früher zum Mittagessen im «Potpourri» getroffen, das im Mai 2010 dann auch noch den Namen wechselte. Es hiess fortan «Casa Luce».

Wieder mehr wie früher

Es soll wieder werden wie früher. Das haben sich die Brüder Elvis und Michele Biancaniello vorgenommen. Ihr Vater, der in Oerlikon, Uster und Fällanden erfolgreich Pizzerias führt, gab ihnen Starthilfe. Und, am Pizzaofen steht wieder Pizzaiola Beyhan Kilical. Sie hatte das Restaurant im Oktober 2003 zusammen mit ihrem Mann Achmed eröffnet und zum Erfolg geführt. Nach dem plötzlichen Tod von Achmed Kilical übernahmen die Söhne Fatih und Gökhan zusammen mit der Mutter das Ruder.

Doch die Verantwortung war für die junge Crew zu gross, sodass Liegenschaftsbesitzer Martin Ammann im Einvernehmen mit den Kilicals eine neue Lösung suchte, die aber nicht nach Wunsch gelang. «Zurück zu den Wurzeln», das ist das Rezept, von dem sich auch Martin Ammann Erfolg verspricht. Junge, unverbrauchte Kräfte sowie Beyhan Kilical, deren Pizzen geschätzt waren, und Lillo Merenda, der in die Küche des früheren «Potpourri» und heutigen «Casa Luce» zurückgekehrt ist, stellen seit 1. Februar den Kern der Crew. Das «Casa Luce» behält seinen Namen, wird aber wieder mehr «Potpourri».

Pizze, Spaghetti, Penne, Gnocchi, Risotti, primi Piatti, Pesce - die Karte lebt von Italianità. Kinder bekommen ihre Pizze mit Spezialrabatt. Im Tipi wird das Konzept mit «Cheese and more» weitergeführt, Fondue und Raclette, aber mit moderateren Preisen.