Oftringen
Betrüger wollten Aargauer Katzennärrin im Internet ausnehmen

Unseriöse Tierhändler treiben im Internet ihr Unwesen. Regula Soncion aus Oftringen ist ihnen beinahe auf den Leim gegangen, als sie dem Onlinepaortal Tradus eine Kätzchen kaufen wollte. Am Schluss hat sie es doch noch gemerkt.

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Regula Soncin ist eine grosse Katzennärrin. Im Internet, auf der Plattform Tradus, sieht sie, was sie such: Das Kätzchen Kisha.

Sie schreibt der Besitzerin und bekommt kurz darauf schon dicke Post, wie sie gegenüber Tele M1 erklärt. 350 Franken für Transport und Impfpass müsse sie zahlen, dann gehöre die Katze ihr. Die Verkäuferin rechtfertigt den Preis damit, dass sie nach England umgezogen sei und die Katze daher mit dem Flugzeug in der Schweiz schicken müsse.

Sancin lässt sich auf den Deal ein und überweist 350 Franken. Schon am Tag darauf bekommt die 46-Jährige wieder Post. Nun kostet Kätzchen Kisha plötzlich noch viel mehr. Denn nun soll Sancin auch noch 3000 Franken Kaution für die Transportfirma Cargo Flyer hinterlegen.

Sancin wird unter Druck gesetzt

Jetzt wird die Oftringerin definitiv misstrauisch. «Es stimmt nicht mehr», sagt Sancin und lässt die Finger sofort vom Kätzchen. Die Katzenfreundin überweist auch kein weiteres Geld mehr, obschon die Betrüger sie weiter unter Druck setzen.

Laut dem Schweizer Tierschutz ist Soncin kein Einzelfall. Betrügereien mit Tieren im Internet nehmen viel mehr stark zu. Die Organisation rät generell davon ab, Tiere via Internet zu kaufen.
Vor Betrügern könne man sich nur schützen, wenn man vor Ort gehen und Tier und Besitzer persönlich kennen lerne.

Genau so hat es schliesslich auch Regula Soncin gemacht und ist so doch noch zu zwei herzigen Büsis gekommen. (rsn)