Morbider Auftritt
«Bestatter»-Leiche lag drei Stunden in Mulde: «Es war schon anstrengend»

Matthias Zünd ist Hobbyschauspieler. Doch bei der «Bestatter» am Dienstagabend hatte er einen grossen Auftritt. Er spielte die Filmleiche. Dafür musste er sich bei den Dreharbeiten in Geduld üben.

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Der Deutsche Erich Bülow kniet spätabends mit seinem Hund an einer Baustelle unterhalb der Aarauer Kettenbrücke. Aus dem Nichts taucht eine dunkle Gestalt auf – und schiesst ihn nieder. Der Hündeler stöhnt auf und fällt in eine Schuttmulde.

Der Hobbyschauspieler, der diesen Part in «Letzte Ruhe», der zweiten Folge der dritten «Bestatter»-Folge übernahm, heisst Matthias Zünd. Der Aarauer ist im richtigen Leben Informatiker.

Später in der Folge lag er auch noch auf dem Seziertisch in der Rechtsmedizin. Natürlich mit geschlossenen Augen und ohne sich zu bewegen. Auch dann nicht, als der Filmhund des Ermordeten auf den Seziertisch sprang und sich auf ihm niederliess.

Taqtort auf der Baustelle: Samuel Streiff (Reto Doerig), Barbara Terpoorten (Anna-Maria Giovanoli)
11 Bilder
Interessierte Zaungäste: Mike Müller (Luc Conrad), Vincenzo Biagi (Giovanni Luca), Michael Gempart (Franz Studer)
Den Tod vor Augen: Mike Müller (Luc Conrad), Vincenzo Biagi (Giovanni Luca)
Ermitteln im Altersheim: Mike Müller (Luc Conrad), Reto Stalder (Fabio Testi)
Letzte Begegnung mit dem toten Pfleger: Mike Müller (Luc Conrad), Vincenzo Biagi (Giovanni Luca)
Nimmt sich den Chef zur Brust: Erika Bürgisser (Suly Röthlisberger), Mike Müller (Luc Conrad)
Mutti mit ihrem “Bubu”: Sibylle Brunner (Therese Doerig), Samuel Streiff (Reto Doerig)
Abschied im Altersheim: Mike Müller (Luc Conrad), Reto Stalder (Fabio Testi), Bruno Stoll (Philippe Schuler, am Sarg), Statisten
Sohn mit Schuldgefühlen: Bruno Stoll (Philippe Schuler), Reto Stalder (Fabio Testi)
Untröstlich: Mike Müller (Luc Conrad), Erika Bürgisser (Suly Röthlisberger)
Drohgebärden: Stella Dubois (Claudia Gallo), Louis Lauener (Mathias Gnädinger)

Taqtort auf der Baustelle: Samuel Streiff (Reto Doerig), Barbara Terpoorten (Anna-Maria Giovanoli)

SRF/Sava Hlavacek

Für den Dreh musste Matthias Zünd zwar nur wenig Text auswendig lernen, dafür hatte er sich mehrmals in Geduld zu üben. In der Maske sass er an den vier Drehtagen anderthalb bis zwei Stunden lang, bis er als als Filmleiche herhalten konnte. Und in jener Bauschuttmulde musste er drei Stunden lang still liegen, bis die Szenen im Kasten waren. «Man kann sich nicht bewegen. Es war schon anstrengend», sagt er zu Tele M1.

Matthias Zünd ist zwar froh, dass er nach dem Dreh wieder von den Toten auferstanden ist. Die Rolle als Mordopfer und die Arbeit am Filmset haben ihm gefallen. (pz)