Gegen das Gesuch gab es zwölf Einsprachen, deren Bearbeitung offenbar viel Zeit kostete. Denn erst im September 2018 hat der Stadtrat über die verbliebenen Einwendungen beschlossen und das Strassenbauprojekt genehmigt.

Gebaut wird dennoch noch eine ganze Weile nicht. Denn einer der Einsprecher – ob es sich um eine Organisation oder um eine Privatperson handelt, ist nicht bekannt – hat Beschwerde beim Kanton eingelegt. Das bestätigt das städtische Tiefbauamt auf Anfrage der AZ. Aufgrund des laufenden Verfahrens will man nicht sagen, worum es bei der Beschwerde geht.

Möglich, dass immer noch die Fussgängerstreifen der Knackpunkt sind. Aktuell hat es solche beim Herzogplatz. Aber nur, weil hier früher Tempo 50 galt. Jetzt liegt der Herzogplatz in einer Tempo-30-Zone. Und der Stadtrat verfolgt das Regime, wonach Fussgängerstreifen in 30er-Zonen nur noch unmittelbar bei Schulen angebracht werden sollen – was auf den Herzogplatz nicht zutrifft. Der Stadtrat hat aufgrund der Einsprachen die Situation nochmals angeschaut, aber offenbar definitiv entschieden, keine Fussgängerstreifen anzubringen.

Der Verkehrsknotenpunkt muss aus verschiedenen Gründen umgebaut werden. Unter anderem geht es um Werkleitungssanierungen. Dann ist der Herzogplatz auch relativ gross, weil er ursprünglich als Tempo 50-Knoten ausgebaut wurde. Die Querung für den Langsamverkehr sei, vor allem zu Stosszeiten, teilweise gefährlich und schwierig, hiess es im Technischen Bericht. Deshalb soll der Platz nun umgestaltet werden. Es wird mit einer Bauzeit von einem halben Jahr und Baukosten von rund 300 000 Franken gerechnet. (NRO)