Am 1. Mai präsentierten das Totalunternehmen HRS und der Stadtrat den «Plan B». Das Stadion soll neu mit drei Hochhäusern (total 450 Wohnungen) querfinanziert werden. Die 75-Meter-Türme sollen zwischen die Schüssel und den IBA-Neubau zu stehen kommen. Die entsprechende Teilrevision der Nutzungsplanung läuft. Für den Spätsommer/Herbst hat Stadtrat Lukas Pfisterer eine Standortbestimmung über die Realisierungschancen für den «Plan B» in Aussicht gestellt. Sie ist noch ausstehend – ebenso wie die Antwort auf eine parlamentarische Anfrage betreffend Notwendigkeit einer neuen Volksabstimmung. Letztere wird frühestens übernächste Woche vor den Einwohnerrat kommen.

Wie schwierig es für den «Plan B» wird, zeigt die neuste Entwicklung. Selbst die stadteigene IBA ist gegen das Projekt in der vorliegenden Form. «Die Beschattung unseres neuen Bürogebäudes würde uns massiv stören», erklärt CEO Hans-Kaspar Scherrer. Die IBA wundert sich zudem über den Strassenabstand, der teilweise nur vier Meter beträgt.

Scherrer betont: «Wir wollen das Stadion nicht verhindern.» Aber die IBA – sie ist als Nachbarin einspracheberechtigt – fordert eine Verbesserung der Beschattungssituation und auch die Prüfung von städtebaulichen Alternativen. Wie die Folie (oben) zeigt, könnte das Stadion auch nach Osten verlegt werden. Die Wohngebäude (neu nur noch drei bis fünf Stockwerke) kämen zwischen die Schüssel und das Aeschbach-Quartier zu liegen.

Verzögerung wahrscheinlich

Was heisst all das? Der Aussenstehende erkennt leicht, dass die Planung schwieriger wird. Der Stadtrat wird das angestrebte Express-Tempo kaum durchhalten können. Der für das Verfahren zuständige Lukas Pfisterer ist auch Verwaltungsrat der IBAarau. Dessen Präsidentin ist Jolanda Urech.