Eishockey
Beim EHC Aarau steht neu ein prominenter Name an der Bande

Mit Daniel Meier holt sich der EHC Aarau viel Nationalliga-Erfahrung in den Verein. Der 41-Jährige hat über 1000 NLA-Spiele absolviert. Trotz aller Routine betritt Meier Neuland: Aarau ist seine erste Station als Trainer.

Jonas Burch
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Kehren die neuen Schläger gut? Trainer Daniel Meier (links) gibt seine Vorstellungen an die Mannschaft weiter.

Kehren die neuen Schläger gut? Trainer Daniel Meier (links) gibt seine Vorstellungen an die Mannschaft weiter.

Peter Baeumlin

Geht man den Spielplan der kommenden 1.-Liga-Saison durch, reibt sich der Laie verwundert die Augen - was ist mit dem EHC Aarau passiert?

Eigentlich nichts, und doch eine Menge. Zusammen mit Wettingen-Baden hat man den Dachverein Argovia Stars gegründet – unter diesem Namen gehen die Aarauer auch künftig aufs Eis. Damit wollen die Verantwortlichen das Eishockey im ganzen Kanton stärken. Miteinander statt gegeneinander.

Die Ära nach Patric With

Für die Aarauer selber bricht nicht nur «namentechnisch» eine neue Ära an. Nach vier Jahren hat Erfolgstrainer Patric With die Adler verlassen.

Seinen Abgang hat der Berner bereits im Winter angekündigt, entsprechend früh konnten die Verantwortlichen die Suche nach einem Nachfolger beginnen.

25 Kandidaten waren seither im Gespräch. «Wir suchten nach jemandem, der unsere Philosophie weiterführt», sagt Sportchef Peter Hofmann.

Wiedersehen mit Patric With

Am Donnerstag steht für die Argovia Stars beim Test gegen Liga-Konkurrent Belp eine erste Standortbestimmung an. Dabei kommt es zum Wiedersehen mit Ex-Trainer Patric With, der neu in seinem Wohnort an der Bande steht. Anpfiff in der Kunsteisbahn Aarau ist um 20:30 Uhr. In den kommenden Wochen werden die Aarauer noch weitere Testspiele absolvieren. Der offizielle Saisonstart ist am 21. September auswärts gegen Unterseen-Interlaken. (jbu)

Am Ende fiel die Wahl auf Daniel Meier. Mit über 1000 NLA-Spielen für Zug, Fribourg, Rapperswil, Genf und Bern bringt der 41-Jährige die nötige Routine und Erfahrung mit. «Die Chemie stimmte sofort», sagt Hofmann.

An die vergangene Saison ankünpfen

Für Meier ist es die erste Station bei einem 1.-Ligisten. Neben der 1. Mannschaft wird Meier auch den Nachwuchs betreuen.

«Die Herausforderung reizt mich. Ich denke, dass man in der Region Aarau einiges bewegen kann», spürt der gebürtige Appenzeller.

Mittlerweile hat er zwei Trainings mit der Mannschaft absolviert, und «einen motivierten und offenen» ersten Eindruck vom Team bekommen.

Auch wenn es für eine Prognose noch zu früh ist, wollen die Argovia Stars an die vergangenen Saisons anknüpfen.

Sprich: Nicht nur die Playoffs erreichen, sondern genau dort für Furore sorgen. Wie zuletzt, als die sich die Aarauer beinah in die Final-Serie spielen konnten. «Diesen Weg müssen wir weiterverfolgen», gibt Meier die Richtung vor.

Was die Ausgangslage sicher nicht vereinfacht, sind die Abgänge von Defensiv-Routinier Andrea Wegmüller und Aggressiv-Leader Jann Falett, der nach Dübendorf wechselt.

Adäquate Nachfolger hat Aarau noch nicht verpflichtet. «Es liegt nun an anderen Spielern, diese LeaderRollen zu übernehmen», sagt Hofmann. Trotzdem hält man Augen und Ohren für allfällige Verstärkungen offen.

Ansonsten hat sich das Kader nur marginal verändert. Vom Nachwuchs stossen einige Spieler ins Fanion-Team, mit Torhüter Kevin Eisenring kommt von Fischbach-Göslikon ein Jungtalent.

«Der Fokus liegt sicher bei der Nachwuchs-Betreuung. Künftig sollen die jungen Spieler an das höhere Niveau herangeführt werden», sagt Meier. Insofern ist in Aarau alle beim alten geblieben.

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