Einwohnerrat Aarau
Bei Schwimm-Unfällen trägt Stadt keine Verantwortung

Anfang Juli ertrank ein 31-jähriger Inder in der Aare bei Aarau. Ist die Stadt für die Sicherheit der Schwimmer verantwortlich? Nein, antwortet Stadträtin Regina Jäggi auf eine Anfrage von Einwohnerrätin Irene Bugmann.

Hubert Keller
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Pascal Meier

Nach dem tödlichen Schwimmunfall am 5. Juli in der Aare zwischen der Zurlindeninsel und dem Rüchlig-Wehr machte sich Einwohnerrätin Irene Bugmann Oelhafen (Pro Aarau) Sorgen um die Sicherheit an der Aare.

Wer sich ins Wasser begibt, müsse sich seiner persönlichen Verantwortung bewusst sein, beantwortete Stadträtin Regina Jäggi deren Anfrage. «Die eigene Sicherheit kann nicht einfach an die Stadt und die Gemeinde delegiert werden.»

Zudem gebe es auch keine verbindlichen Vorgaben, welche die Stadt zu entsprechenden Massnahmen verpflichten würden. Auch wer sich in die Berge begebe, müsse sich der Gefahren bewusst sein, sagte Jäggi.

Vandalen treiben ihr Unwesen

Die Kraftwerksbetreiber hätten in ihren Wehrbereichen Rettungsringe angebracht. Leider würden diese immer wieder von Vandalen mutwillig entfernt oder beschädigt, sagte Stadträtin Jäggi.

Sie erwähnte beispielhaft die IBAarau, die in der Nähe des «Entennests» auf dem Gebiet der Gemeinde Schönenwerd seit Jahren den Rettungsring nicht mehr anbringe. Dieser sei wiederholt in die Aare oder in den Oberwasserkanal geworfen worden.

«Solch einfältige Handlungen verunmöglichen leider den sinnvollen Einsatz von Rettungsgeräten, auch wenn dafür der Wille bei den Kraftwerksbetreibern vorhanden wäre», sagte Regina Jäggi.

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